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Richard Gere - Ein Star und Gentleman in Karlovy Vary

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Richard Gere - Ein Star und Gentleman in Karlovy Vary

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Auf dem roten Roten Teppich von Karlovy Vary machte er eine gute Figur, der Star und Gentleman, Richard Gere. Zur Eröffnung der Filmfestspiele im

Auf dem roten Roten Teppich von Karlovy Vary machte er eine gute Figur, der Star und Gentleman, Richard Gere. Zur Eröffnung der Filmfestspiele im tschechischen Karlsbad sorgte der silbergraue Kult-Schauspieler für Begeisterungsstürme, um sich dann seinerseits bei der Entgegennahme des Ehrenkristalls für seine Karriere vor Festival-Präsident Jiri Bartoska elegant zu verneigen.

Richard Gere: “Dieser Preis ist eine große Ehre für mich. Auf diesem Festival geht es um die Filmemacher, nicht so sehr um die Show, die Publicity und Ganze drum herum. Der Schwerpunkt liegt auf den Regisseuren, den Filmen, den Schauspielern, den Drehbuchautoren.”

Zur Eröffnung des Filmreigens lief das Drama Time Out of Mind von Oren Moverman. Richard Gere spielt einen Obdachlosen, der versucht den Kontakt zu seiner Tochter wieder aufzunehmen.

Auf der Pressekonferenz erzählte Gere, dass er bei den Dreharbeiten auf Straße tatsächlich für einen Bettler gehalten wurde.

Richard Gere: “Ich stand an der Straßenecke und trug eine Mütze. Ich war ziemlich nervös, aber niemand schien auf mich zu achten. Niemand! Ich hatte einen Kaffeebecher und begann zu betteln. Ganz einfach: Haben Sie etwas Kleingeld? Können Sie mir aushelfen? Eine paar Münzen zu viel? Wir drehten 45 Minuten lang, wir haben digital gedreht mit langen Einstellungen. Niemand schenkte mir Aufmerksamkeit. Manche Leute warfen Münzen in meinen Becher und schauten mir dabei nicht einmal in die Augen. Ich glaube, ich habe zwei Dollar und fünfzig Cent verdient.”

Jena Malone spielt die Tochter, die von ihrem Vater nichts mehr wissen will. Oren Moverman führte Regie. Das Karlsbader Filmfestival feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Es gilt als wichtige Drehscheibe zwischen Ost und West.

Bis zum 11. Juli werden Zehntausende Filmfans in der Bäderstadt erwartet. Drei
deutsche Koproduktionen haben es in den Hauptwettbewerb geschafft, darunter das Kosovo-Flüchtlingsdrama Babai von Regisseur Visar Morina und die Nazi-Satire Heil von Dietrich Brüggemann.