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Tschads früherer Diktator Hissène Habré nun vor Gericht


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Tschads früherer Diktator Hissène Habré nun vor Gericht

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Der frühere Diktator von Tschad, Hissène Habré, steht ab heute vor Gericht.

Das Verfahren findet vor einem Sondergericht der Afrikanischen Union in Senegal statt, wo Habré seit seinem Sturz 1990 lebt.

Die Anklage wirft ihm Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Tötungen und Folter vor.

Sie wolle nicht, dass ihre Kinder einmal so etwas erlitten, auch nicht Verwandte oder irgendein menschliches Wesen, sagt Ginette Ngarbaye, unter Habré in Haft und nun Vertreterin eines Opferverbands. Sie erwarte jetzt den Prozess und hoffe, dass ihr Gerechtigkeit widerfahre.

Menschenrechtler werfen Habré vor, er habe bis zu vierzigtausend politische Gegner umbringen lassen.

Reed Brody, bei Human Rights Watch seit langem mit dem Fall betraut, hebt hervor, dass in diesem Fall einmal nicht im europäischen Den Haag verhandelt werde, sondern in Afrika selber.

Hauptdarsteller, so Brody, seien Habrès einstige Opfer, die 25 Jahre lang für diesen Prozess gekämpft hätten.

Habré und seine Anwälte wollen den Prozess boykottieren.

In ihrer Darstellung ist das Sondergericht, das gegen ihn verhandelt, unrechtmäßig.

In seiner Heimat Tschad wurde Habré schon 2008 zum Tode verurteilt.

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