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Extragepäck: Urlauber helfen Flüchtlingen auf Lesbos

Landeanflug ins Urlaubsparadies – die griechische Insel Lesbos lockt mit Sonne und Meer. Doch einige Touristen bringen nicht nur die Vorfreude auf

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Extragepäck: Urlauber helfen Flüchtlingen auf Lesbos

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Landeanflug ins Urlaubsparadies – die griechische Insel Lesbos lockt mit Sonne und Meer. Doch einige Touristen bringen nicht nur die Vorfreude auf den Urlaub mit. Zusammen mit ihrer Freundin hat Anne Mette Harpelung 45 Kilo Extragepäck aufgegeben: “Es sind Kleidung, Schuhe, Schals und Hüte für die vielen Bootsflüchtlinge, die hier ankommen.” Gesammelt bei Freunden und der Familie. Denn die Lage auf Lesbos ist für viele Menschen alles andere als paradiesisch. Tausende Bootsflüchtlinge haben nur wenige Habseligkeiten, manche nicht einmal Schuhe.

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Es sind Kleidung, Schuhe, Schals und Hüte für die vielen Bootsflüchtlinge, die hier ankommen.

Eine dänische Reiseagentur hat ihren Kunden aus diesem Grund angeboten: Bis zu 20 Kilo Extragepäck bleibt kostenfrei, wenn darin Kleidung oder andere lebensnotwenige Güter sind. “Obwohl wir heute mit einem größeren Auto hier sind, müssen wir zweimal fahren, um alles wegzubringen. Es ist erstaunlich, dass wir soviel bekommen haben”, so Reiseführer Jonas Madsen.

Dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge kommen derzeit täglich fast 1000 Menschen auf griechischen Inseln an. Besonders dramatisch sei die Lage auf der Insel Lesbos. Tausende Flüchtlinge seien nicht menschenwürdig untergebracht und versorgt.