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Ungebremste Reiselust: Deutsche Touristen halten Griechenland die Treue

Berlin mitten in der Feriensaison. Trotz Krise ist Griechenland nach wie vor eines der Lieblingsreisziele der Deutschen. Am Flughafen Tegel herrscht

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Ungebremste Reiselust: Deutsche Touristen halten Griechenland die Treue

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Berlin mitten in der Feriensaison. Trotz Krise ist Griechenland nach wie vor eines der Lieblingsreisziele der Deutschen. Am Flughafen Tegel herrscht Reiseverkehr wie eh und je.
Derzeit urlauben mehr als 200.000 Deutsche in Griechenland. Diese Touristen reisen nicht zum ersten Mal nach Kreta: “Weil es uns da einfach gefällt. Wir haben da einen netten Ort, kleinen Ort im Süden von Kreta und da finden wir es einfach gut.”

Bei Reisevermittler Thomas Kunert sind die Zahlen seit Mai um 15 Prozent eingebrochen. Er ist auf Individualurlauber spezialisiert, also auf jene, die nicht pauschal im Katalog buchen: “Ich habe das Gefühl, dass ich die letzten sechs Wochen meine Zeit damit verbracht habe, solche Fragen zu beantworten. Generell dreht es sich darum: Gibt’s Benzin, wo bekomme ich Geld her, wie läuft die Hilfe, wenn irgendetwas in dieser Art passiert.”

Zwar ist die Nachfrage nach Last-Minute-Reisen leicht zurückgegangen, insgesamt bleibt sie aber stabil. 2014 reisten 2,5 Millionen Deutsche nach Griechenland, in diesem Jahr könnten es sogar noch mehr werden – obwohl die Preise nicht eingebrochen sind. Warum, weiß Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband: “Die Preise werden sich in diesem Sommer nicht ändern, denn die Katalogpreise werden über ein Jahr im Voraus verhandelt und veröffentlicht und diese gelten auch für diesen Sommer weiterhin.”

Bei aller politischen Spannung zwischen Athen und Berlin: Zumindest in diesem Jahr wird die Branche weiter Geld in die griechischen Kassen spülen – auch und vor allem aus Deutschland. Euronews-Reporter Sebastian Saam: “Die Ereignisse der vergangenen Wochen können die Reiselust der Deutschen nach Griechenland nicht stoppen. Das touristische Angebot des Landes scheint in diesem Sommer davon keinen Schaden genommen zu haben.”