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Pufferzone in Ostukraine: Einwohner Mariupols protestieren gegen Entmilitarisierung


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Pufferzone in Ostukraine: Einwohner Mariupols protestieren gegen Entmilitarisierung

Rund 1.000 Einwohner der ukrainischen Hafenstadt Mariupol haben sich bei einer Kundgebung gegen den Abzug von Waffen aus der geplanten Pufferzone ausgesprochen. Zahlreiche ukrainische Flaggen wehen, auf Bannern steht: “Gibt ihnen kein Stück ukrainisches Land”.

Sie befürchten, dass ihre Stadt, die von Regierungstruppen kontrolliert wird, in die Hände von Rebellen fallen könnte. Mariupol gilt wegen des Hafens als strategisch wichtig.

Vlada Yegorova erklärt: “Wir sind gegen die Entmilitarisierung von Schyrokyne. Wir denken, dass die Schaffung einer Pufferzone nur ein neuer Weg für Terroristen nach Mariupol ist. Es wird dort keine Möglichkeit zur Verteidigung gegen”.

“Die Bevölkerung von Mariupol macht sich viele Sorgen, denn sie versteht nicht, warum Artillerie und Panzer von der Front abgezogen werden. So sollte man nicht mit einem Aggressor umgehen. Ihm muss man mit Härte begegnen”, so Maria Podybailo.

Bei einem Treffen der Konfliktparteien heute in Minsk soll ein Abkommen unterzeichnet werden, das den Abzug schwerer Kriegstechnik von der Front regelt. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sicherte seinem Volk zu, dass Mariupol trotz entmilitarisierter Pufferzone weiter geschützt wird.

Der im Februar in Minsk vereinbarte Waffenstillstand ist – vor allem in der Region um Donezk – weiter brüchig. Seit Beginn des Konflikts sind mehr als 6.500 Menschen ums Leben gekommen.

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