Eilmeldung

Eilmeldung

Berliner Polizei rät zu schreien: "Helft mir, ich werde beklaut!"

Sie lesen gerade:

Berliner Polizei rät zu schreien: "Helft mir, ich werde beklaut!"

Schriftgrösse Aa Aa

Berlin erfreut sich im Ausland weiterhin extremer Beliebtheit, es gibt die neuen Berliner, aber es gibt auch neue Schattenseiten. Manche vergleichen einige Ausgehviertel in der deutschen Haupstadt schon mit dem Ballermann auf Mallorca.
In den sozialen und in den Berliner Medien – wie in der Morgenpost mit dem Titel So gefährlich ist Berlin – gibt es jetzt aufsehenerregende Berichte über gewaltsame Übergriffe auf der sogenannten Party- oder Amüsiermeile in Berlin-Friedrichshain. Die Berliner Polizei, die stolz mehr als 50.000 Follower auf facebook zähtl, hat Tipps für Nachtschwärmer veröffentlicht. Darin rät die Polizei, Schmuck und Wertsachen zu Hause zu lassen. Wörtlich: “Wenn Ihr merkt, dass Euch jemand etwas wegnimmt, dann stellt Euren Kumpels gegenüber laut und eindeutig dar, was da gerade passiert und ruft am besten: “Hey STOPP, lass mich los, das sind meine Sachen!” Und zu Euren Kumpels: “Hey, helft mir, ich werde beklaut!” Dadurch wird Öffentlichkeit hergestellt, die kein Täter gerne hat. Und Ihr habt mit Euren Freunden ein taktisches Team, das dem Täter gegenübersteht.”

Richtig bekannt wurde die Gewalt auf dem RAW-Gelände durch einen facebook-Post der Sängerin Jennifer Weist, Frontfrau der Band “Jennifer Rostock”, deren Begleiter nach einem Besuch im “Astra” durch einen Messerstich am Hals schwer verletzt wurde. Sie schrieb auf facebook darüber und veröffentlichte auch ein Foto.

Der facebook-Post nach dem Angriff wurde mehr als 50.000 Mal geteilt. Und die BZ titelte gar Wer leben will möchte, meidet das RAW-Gelände.

Die internationale Presse ist auf die Gewalt in Berlin noch nicht aufmerksam geworden. Nur in den Niederlanden wurde über den Angriff gegen zwei jugendliche Touristen aus Amsterdam und Leiden Mitte August berichtet

Übrigens steht RAW für Reichsbahnausbesserungswerk. Die offizielle Internetseite der Stadt Berlin preist das 52.000 Quadratmeter umfassende Areal als Raum für interkulturelle Projekte, Ausstellungen und Märkte sowie Heimat von vielen Clubs und Bars.