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Kernreaktor im japanischen Sendai: Wiederinbetriebnahme unterbrochen

An einem Reaktor des japanischen Kernkraftwerks Sendai ist die Wiederinbetriebnahme unterbrochen worden. Der Grund lag nach Angaben des Betreibers in

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Kernreaktor im japanischen Sendai: Wiederinbetriebnahme unterbrochen

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An einem Reaktor des japanischen Kernkraftwerks Sendai ist die Wiederinbetriebnahme unterbrochen worden.

Der Grund lag nach Angaben des Betreibers in einer Pumpe im äußeren Kühlkreislauf.

Dort sei Meerwasser eingedrungen: Das Problem sei aber beseitigt, eine Strahlungsgefahr bestehe nicht.

Der Reaktor bleibe zunächst bei den bisher erreichten 75 Prozent seiner Leistung.

In der Nähe von Sendai im äußersten Süden Japans macht sich unterdessen ein Vulkan bemerkbar.

Der ohnehin immer sehr aktive Sakurajima ist rund fünfzig Kilometer entfernt; Fachleute halten einen größeren Ausbruch für möglich.

Der Wetterdienst verhängte Warnstufe 4 auf einer Skala bis 5. Knapp achtzig Einwohner in einem Drei-Kilometer-Umkreis wurden in Sicherheit gebracht.

Bisher teilte der Kraftwerksbetreiber Kyushu Electric aber diese Woche nur mit, man beobachte die Lage.

Auf den Betrieb in Sendai wirke sich die Vulkanaktivität nicht aus.

Umweltschützer kritisieren, das Kraftwerk sei gegen einen Ausbruch, zum Beispiel mit großen Mengen Vulkanasche, unzureichend geschützt. Kyushu Electric bestreitet das.

Der Reaktor in Sendai ist der erste in Japan, der unter den neuen Sicherheitsbestimmungen nach der Havarie von Fukushima 2011 wieder hochgefahren wird.

Im September soll er wieder ans Stromnetz gehen, Mitte Oktober dann der zweite Reaktor hochgefahren werden.

Alle anderen 43 Reaktoren im Land sind seit knapp zwei Jahren außer Betrieb.

Die Regierung will aber weitere Reaktoren anfahren. Die Atomaufsicht hat bisher in drei Fällen zugestimmt.

Dabei geht es um zwei Reaktoren im KKW Takahama in der Provinz Fukui sowie einen Reaktor im Kraftwerk Ikata in der Provinz Ehime.

Ein Gericht unterband aber im April das Hochfahren der Takahama-Reaktoren: Die neuen Sicherheitsauflagen – laut Regierung die “strengsten der Welt” – seien “zu locker”.