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EZB schraubt Wachstumsprognose herunter

Die Europäische Zentralbank lässt den Leitzins unverändert, wurde an diesem Donnerstag nach der EZB-Sitzung in Frankfurt am Main bekannt. Der

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EZB schraubt Wachstumsprognose herunter

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Die Europäische Zentralbank lässt den Leitzins unverändert, wurde an diesem Donnerstag nach der EZB-Sitzung in Frankfurt am Main bekannt. Der Leitzins liegt also weiterhin bei 0,05 Prozent.

EZB-Direktor Mario Draghi schloss eine Erweiterung des 1,1 Billionen Euro schweren Kaufprogrammes nicht aus. “Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird in vielen Bereichen voraussichtlich weiterhin von den notwendigen Bilanzregulierungsmaßnahmen gedämpft werden”, sagte Draghi. “Das Anleihenkaufprogramm wird reibungslos weiterlaufen. Die Ankäufe haben einen positiven Effekt auf die Kosten und die Verfügbarkeit von Krediten für Firmen und Haushalte.”

Die EZB setzte ihre Wachstumsprognosen für das aktuelle und das kommende Jahr herab (von 1,5 auf 1,4 Prozent 2015 und von 1,9 auf 1,7 Prozent 2016) und korrigierte ebenfalls die erwarteten Inflationsraten nach unten. In diesem Jahr wird demzufolge von einer Teuerungsrate von 0,1 Prozent (anstatt bisher 0,3 Prozent) ausgegangen. Für 2016 wird von der EZB eine Inflation von 1,1 Prozent prognostiziert. Die bisherige Vorhersage lautete 1,5 Prozent.

Die ökonomische Erholung sei schwerer als erwartet, erläuterte Draghi, der an diesem Donnerstag seinen Geburtstag beging. Der wichtigste Grund sei aber nicht etwa innerhalb Europas, sondern vor allem in den Schwellenländern zu finden. Enttäuschende Wachstumszahlen, schwache Währungen und als Konsequenz daraus der Abfluss von Milliarden wirkten sich auch auf Europa aus.