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Internationaler Druck nach Putsch in Burkina Faso: Präsidentengarde lässt Übergangspräsidenten wieder frei

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Internationaler Druck nach Putsch in Burkina Faso: Präsidentengarde lässt Übergangspräsidenten wieder frei

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Im westafrikanischen Burkina Faso haben die Putschisten nach internationalem Druck den Präsidenten Michel Kafando wieder freigelassen. Er wird nun in seinem Haus bewacht. Außerdem wurden die Grenzen des Landes wieder für geöffnet erklärt.

Mitglieder der Präsidentengarde unter Anführer General Gilbert Diendéré hatten die Übergangsregierung am Mittwoch gefangen genommen. Diendéré wurde inzwischen zum neuen Staatschef des Landes ausgerufen.

Im staatlichen Fernsehen sagte der 54-jährige General nun, man habe sich für das Prinzip des Dialogs entschieden. Wohin das führen könnte, ist bislang unklar.

Die Afrikanische Union hatte zuvor mit Sanktionen gedroht und das Land ausgeschlossen, auch die Vereinten Nationen und die EU fordern die Wiedereinsetzung der international anerkannten Übergangsregierung.

Der senegalesische Präsident Macky Sal reiste persönlich zu Vermittlungsgesprächen in die Hauptstadt Ouagadougou. Auch die Proteste gegen den Putsch gingen am Freitag landesweit weiter. Seit Beginn des Staatsstreichs sollen mehrere Menschen getötet und dutzende verletzt worden sein.

Die Putschisten der Präsidentengarde gelten immer noch als loyal zum vorangegangenen Präsidenten Blaise Compaoré, der 2014 durch Massenproteste nach 27 Jahren an der Macht gestürzt worden war. Die Übergangsregierung wollte die etwa 1200 Mann starke
Präsidentengarde auflösen.