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Spirituelles Großereignis im sozialistischen Inselstaat: Kuba erwartet Papst Franziskus

Kuba bereitet sich auf einen weiteren wichtigen Besuch vor. Am späten Samstagabend soll Papst Franziskus in dem sozialistischen Staat eintreffen

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Spirituelles Großereignis im sozialistischen Inselstaat: Kuba erwartet Papst Franziskus

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Kuba bereitet sich auf einen weiteren wichtigen Besuch vor. Am späten Samstagabend soll Papst Franziskus in dem sozialistischen Staat eintreffen.

Meinung

Wir schließen nicht aus, dass es wieder einige vorbeugende Verhaftungen sowie Verhaftungen während des Papstbesuches geben wird

Geplant sind ein Zusammentreffen mit Staatschef Raúl Castro, Besuche in mehreren Städten und am Sonntag eine Messe auf dem Revolutionsplatz in Havanna, zu der hunderttausende Gläubige erwartet werden.

Insgesamt dürfte es um die weitere Wiederannäherung Kubas an die Kirche und natürlich an die USA gehen.

“Der Papst war Teil dieses politischen Prozesses und wir glauben, dass er sich dafür einsetzen wird, dass sich Kuba für die Welt öffnet und die Welt für Kuba, wie das schon Papst Johannes Paul II. ausgedrückt hat”, so der Jesuitenpater Juan Miguel Arregui. “Ich hoffe, dass dann die Wünsche der Menschen in Erfüllung gehen.”

Elizardo Sanchez, Präsident der Kubanischen Mission für Menschenrechte, ist skeptisch. Er glaubt nicht, dass der Papst die grundsätzliche Haltung des Staates ändern kann, auch wenn der zuletzt tausende Dissidenten freiließ:”:http://de.euronews.com/2015/09/11/vor-papstbesuch-kuba-begnadigt-mehr-als-3500-gefangene/ “Wir leben in einem Polizeistaat, und Polizeistaaten sind extrem paranoid”, sagt Sanchez. “Wir schließen nicht aus, dass es wieder einige vorbeugende Verhaftungen sowie Verhaftungen während des Papstbesuches geben wird.”

Mit Spannung wird erwartet, ob Franziskus am bisweilen harschen Umgang des kubanischen Staats mit Oppositionellen Kritik üben wird.

Kuba plant unterdessen, einige Schritte auf die katholische Kirche zuzugehen. Nach Jahrzehnte der Repressionen gegen Glaubensvereinigungen tritt Präsident Raúl Castro nun für Religionsfreiheit ein. Und rund 80 Gotteshäuser, die nach der Revolution besetzt worden waren, sollen bald zurückgegeben werden.