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Ungarn: Gericht urteilt über Grenzzaunverletzungen von Flüchtlingen

Ein Strafgericht in der ungarischen Stadt Szeged in der Nähe zu Serbien entscheidet über Fälle von Grenzzaunverletzungen durch Flüchtlinge. Unter den

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Ungarn: Gericht urteilt über Grenzzaunverletzungen von Flüchtlingen

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Ein Strafgericht in der ungarischen Stadt Szeged in der Nähe zu Serbien entscheidet über Fälle von Grenzzaunverletzungen durch Flüchtlinge.

Meinung

Der Beschuldigte muss Ungarn verlassen

Unter den Angeklagten, die unerkannt bleiben wollten, ist ein nach eigenen Angaben 36-jähriger Bauarbeiter aus Syrien.

Das Überqueren oder Beschädigen des Grenzzauns zu Serbien gilt in Ungarn seit vergangenem Dienstag als Straftat.

Richterin Dr. Noémi Mészáros:

“Das Gericht sieht im vorliegenden Fall einen Landesverweis als ausreichend an. Der Beschuldigte muss Ungarn verlassen und darf ungarisches Gebiet für zwei Jahre nicht betreten.”

Wie viele Flüchtlinge bereits in Szeged verurteilt wurden, ist nicht bekannt.

Laut ungarischen Medienberichten sind sich viele Angeklagte der Konsequenzen ihes Handelns nicht bewusst.

Wer eine Grenzzaunverletzung versucht oder vollzieht, kann zu drei bis fünf Jahren Gefängnis verurteilt oder des Landes verwiesen werden.

Trotz drohender Strafe versuchen Flüchtlinge durch den Grenzzaun nach Ungarn zu gelangen

Seit Dienstag ist es zu mehreren Festnahmen an der offziell geschlossenen serbisch-ungarischen Grenze gekommen.

euronews-Korrespondentin Andrea Hajagos wurde Zeugin von Festnahmen an der Grenze:

“ Anscheinend werden diese Menschen hinter mir jetzt zu einem Polizeirevier gebracht, weil sie gerade ertappt wurden. Offenbar wollten sie durch den Zaun nach Ungarn gelangen.”