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Montenegro: Ausschreitungen bei regierungskritischen Massenprotesten

In Montenegro haben rund 5.000 Regierungsgegner vor dem Parlament in Podgorica protestiert. Sie forderten den Rücktritt des sozialistischen

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Montenegro: Ausschreitungen bei regierungskritischen Massenprotesten

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In Montenegro haben rund 5.000 Regierungsgegner vor dem Parlament in Podgorica protestiert. Sie forderten den Rücktritt des sozialistischen Ministerpräsidenten Milo Đukanović. Zudem verlangten sie eine Übergangsregierung und faire, vorgezogene Neuwahlen. Đukanović wird der Korruption beschuldigt. Er regiert in Montenegro seit 25 Jahren.

Aus den Reihen der Demonstranten flogen Fackeln, Steine und Molotow-Cocktails. Die Polizei setzte Tränengas ein, 15 Polizisten und 27 Zivilisten wurden verletzt.

Es ist bereits der dritte Protest von Regierungskritikern innerhalb einer Woche. Die Regierung beschuldigte Russland und Serbien, die Massenproteste angefacht zu haben. Die Opposition dementierte die Behauptungen.

Montenegro ist Beitrittskandidat der Europäischen Union und erwartet noch in diesem Jahr eine Einladung, der NATO beizutreten. Die nächsten regulären Parlamentswahlen sind für das kommende Jahr geplant.