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Raus, raus, raus: Slowenien wird zum Transitland

Viele Flüchtlinge haben es noch nicht nach Österreich geschafft. Jeden Tag betreten neue Gruppen slowenischen Boden und erreichen das Auffanglager

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Raus, raus, raus: Slowenien wird zum Transitland

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Viele Flüchtlinge haben es noch nicht nach Österreich geschafft. Jeden Tag betreten neue Gruppen slowenischen Boden und erreichen das Auffanglager Dobova. Dort werden sie registriert.

Einer von Ihnen ist Hassan aus dem syrischen Rakka, einer Hochburg der Organisation Islamischer Staat. Er will nach Norwegen und dort als Anwalt arbeiten, in seiner Heimat hat er Recht studiert. Sein Bruder sitzt in einem Gefängnis in Damaskus: “Der IS, das sind Kriminelle, das hat nichts mit dem Islam zu tun oder mit der Sharia. Ich will norwegisch lernen und vielleicht helfen mir die Anwälte dort, in meinem Beruf zu arbeiten. Wenn der Krieg vorbei ist, will ich zurück nach Syrien.”

Slowenien ist überlastet und hat nun die Strategie geändert. Flüchtlinge sollen nicht mehr zu Fuß das Land durchqueren. Mit dem Zug sollen sie von Kroatien bis zur Registrierung nach Dobova gebracht werden. Doch niemand soll dort lange bleiben, das Lager ist überfüllt. Nur wenn Österreich zustimmt, die Flüchtlinge aufzunehmen, dürfen sie weiter fahren. Andernfalls geht es zurück nach Kroationen. Europa steht unter Druck.