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UN-Bericht zum Klimawandel: 2,7 Grad sind zu viel

Gut einen Monat vor dem UN-Klimagipfel in Paris hat die UNO einen Bericht zum Klimawandel vorgelegt. Dafür wurden die nationalen Klimaschutzpläne von

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UN-Bericht zum Klimawandel: 2,7 Grad sind zu viel

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Gut einen Monat vor dem UN-Klimagipfel in Paris hat die UNO einen Bericht zum Klimawandel vorgelegt. Dafür wurden die nationalen Klimaschutzpläne von 147 Staaten analysiert, die darin ihre nationalen Selbstverpflichtungen zu Emissionssenkung vorstellten. Das Fazit: Diese Pläne verlangsamen die globale Erderwärmung, aufhalten lasst sie sich dadurch aber nicht.Die Chefin des UN-Klimaschutzsekretariates (UNFCCC), Christiana Figueres, erklärte am Freitag in Berlin: “Bis zum Jahr 2100 rechnen wir mit einer Klimaerwärmung von gut unter 3 Grad. Die Internationale Energiebehörde beziffert sie sogar auf 2,7 Grad. Trotzdem ist es ein großer Unterschied, ob man unter drei oder unter zwei Grad bleibt. Es ist zwar ein bemerkenswerter Schritt, aber eben nicht genug.”
Das sagen auch Klimaexperten, die vor verheerenden Folgen warnen. Greenpeace fordert ehrgeizigere Ziele. So sagte Greenpeace Klimaexperte Tobias Austrup: “Was ganz deutlich an diesem Bericht zu erkennen ist, dass die jetzige Zielsetzung der einzelnen Staaten nicht ausreichen wird, um den Klimawandel so zu begrenzen, dass er beherrschbar ist. Diese jetzigen Klimapläne der einzelnen Staaten laufen zu auf eine Welt, mit einer Temperatursteigerung von ungefähr drei Grad, und das ist nicht zu beherrschen.”
Bei der am 30. November beginnenden Klimakonferenz in Paris wollen die Teilnehmer weitere Maßnahmen zum Klimaschutz vereinbaren.