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Einäugiger neofaschistischer "Pirat von Rom" als Hauptangeklagter der "Mafia Capitale" vor Gericht

Unter großem Medieninteresse hat am Donnerstag in Rom der Prozess gegen die “Mafia Capitale” (Hauptstadtmafia) begonnen. Insgesamt 46 Angeklagte

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Einäugiger neofaschistischer "Pirat von Rom" als Hauptangeklagter der "Mafia Capitale" vor Gericht

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Unter großem Medieninteresse hat am Donnerstag in Rom der Prozess gegen die “Mafia Capitale” (Hauptstadtmafia) begonnen. Insgesamt 46 Angeklagte müssen sich vor Gericht verantworten. Etwa ein Drittel von ihnen wurde per Videokonferenz zum Justizpalais zugeschaltet. Hauptangeklagter ist der frühere neofaschistische Gewalttäter Massimo Carminati, genannt “Pirat von Rom”. Der seit einer Schießerei einäugige Carminati soll Boss eines Rings von Unternehmern, Verbrechern, Beamten und Kommunalpolitikern gewesen sein, die gegen Bestechungsgelder lukrative öffentliche Aufträge verteilt haben.

“Man kann nicht sagen, dass das alles perfekt organisiert ist. Wir haben ein Jahr warten müssen, um vor Gericht erscheinen zu dürfen, und wir wissen nicht warum. Im vergangenen Jahr ist nichts geschehen. Es hat keinerlei Ermittlungen gegeben”, beschwerte sich Carminatis Anwalt Giosuè Naso zu Prozessbeginn.

2008 nach der Wahl des rechten Bürgermeisters Gianni Alemanno blühte nach Ansicht der Ermittler die Hauptstadtmafia. Alemanno, der bis 2013 im Amt war, weist alle Vorwürfe zurück. Gegen ihn wird wegen Bestechlichkeit – nicht aber Vorwürfen der Verbindung zur Mafia – ermittelt.