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Bürgerkriegsschäden: Serbien zahlt Srebrenica 5 Millionen Euro

Die serbische Regierung hat der ostbosnischen Stadt Srebrenica wirtschaftliche Hilfe zur teilweisen Wiedergutmachung von Bürgerkriegsschäden

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Bürgerkriegsschäden: Serbien zahlt Srebrenica 5 Millionen Euro

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Die serbische Regierung hat der ostbosnischen Stadt Srebrenica wirtschaftliche Hilfe zur teilweisen Wiedergutmachung von Bürgerkriegsschäden zugesichert.

Meinung

Ich habe nie davor zurückgescheut, mich vor den Opfern von Srebrenica zu verneigen

In der ehemaligen UN-Schutzzone Srebrenica waren während des Krieges im Juli 1995 bis zu 8.000 muslimische Jungen und Männer von serbischen Einheiten getötet worden.

Die Greueltaten gelten als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Am Rande einer Geberkonferenz in Srebrenica kündigte Serbiens Regierungschef Aleksandar Vucic der Stadt die Zahlung von fünf Millionen Euro an.

An der Konferenz nahmen auch EU-Vertreter und alle Spitzenpolitiker von Bosnien-Herzegowina teil.

Vucic erklärte:

“Soweit meine Meinung zu den Vorfällen 1995 in Srebrenica gefragt ist, habe ich nie davor zurückgescheut, mich vor den Opfern von Srebrenica zu verneigen. Dies tue ich aus Respekt vor den Opfern.”

Versöhnliche aber umstrittene Worte, weil Vucic erst vor vier Monaten am 20. Jahrestag des Massakers in Srebrenica massiv durch Steinwürfe attackiert wurde.

Die fünf Millionen Euro sollen vor allem dem Aufbau der maroden Infrastruktur (Schulen, Straßen und Gesundheitssektor) und der Wiederbelebung der kriegszerstörten Kuranlagen in Srebrenica zugute kommen.