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Lieblingsfilme 2015 - Eine kleine aber feine Auswahl

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Lieblingsfilme 2015 - Eine kleine aber feine Auswahl

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In unserem Kinomagazin Cinema Box haben wir Ihnen 2015 das ganze Jahr über Filme vorgestellt, die uns gut gefallen. Zum Jahresrückblick eine kleine

In unserem Kinomagazin Cinema Box haben wir Ihnen 2015 das ganze Jahr über Filme vorgestellt, die uns gut gefallen. Zum Jahresrückblick eine kleine und natürlich subjektive Auswahl der Streifen, die wir sogar auf eine einsame Insel mitnehmen würden. Sehr persönliche Werke, Komödien und politische Streifen aus unterschiedlichen Ländern, jeder von ihnen zeigt uns die Welt aus der ganz eigenen Perspektive des Filmemachers.

“Hrutar” – Sture Böcke” von Grímur Hákonarson

In seinem viel gepriesenen “Hrutar” – Sture Böcke” erzählt der Isländer Grímur Hákonarson ein skurriles und bewegendes Märchen, über zwei zerstrittene Brüder, die sich gezwungenermaßen wieder zusammenraufen müssen, um ihre Schafe vor einer tödlichen Seuche zu retten.

Der Film, der in Cannes in der Nebenreihe “Un Certain Regard” mit dem Hauptpreis geehrt wurde, ist außerdem der isländische Bewerber um den Auslandsoscar.

“Journey to the Shore” von Kiyoshi Kurosawa

“Journey to the Shore” ist eine ganz besondere Art von Roadmovie, ein erstaunlicher Film über Leben, Trauer und Tod vom japanischen Regisseur Kiyoshi Kurosawa, eigentlich für Horrorfilme bekannt, doch davon ist hier nichts zu spüren..

Auf diese eigentümliche Reise machen sich Mizuki und ihr Ehemann Yusuke, ein Toter, der ins Reich der Lebenden zurückkehrt, um sein Witwe zu den Menschen zu führen, die für sein Leben wichtig waren.

“The Lobster” von Yorgos Lanthimos

Auf die Frage “Was ist Liebe?” findet der Grieche Yorgos Lanthimos eine ziemlich zynische Antwort in seiner düsteren Satire “The Lobster” mit Rachel Weisz und Colin Farrell: Das Hotel der letzten Chance! Der Film spielt in einer Zukunft, in der Beziehungszwang herrscht. Wer nach 45 Tagen Aufenthalt in der Anstalt keinen passenden Partner findet, wird das Tier seiner Wahl verwandelt. Beispielsweise einen Hummer.

Dafür gab es in Cannes den Preis der Jury. “The Lobster” ist der erste englischsprachige Film des viel beachteten griechischen Regisseurs mit einem stattlichen Schauspielerteam (u.a. Léa Seydoux, John C. Reilly und Ben Whishaw )

“Mia Madre” von Nanni Moretti

In “Mia Madre” beschäftigt sich der Italiener Nanni Moretti mit der Unfassbarkeit des Todes, auf eine sehr bewegende Weise, die doch auch immer wieder ein Schmunzeln zulässt.

Es geht um eine Regisseurin, die sowohl in ihrer Arbeit, als auch in ihrem persönlichen Leben festzustecken scheint. Ein komplizierter Dreh – die Mutter liegt im Sterben. Wie immer bei Moretti ein Film mit autobiografischen Zügen. Während der Dreharbeiten zu “Habemus Papam” starb seine Mutter. Er selbst spielt in “Mia Madre” den Bruder der Protagonistin.

“As mil e uma noites” von Miguel Gomes

“As mil e uma noites” – übersetzt: Tausend und eine Nacht – heißt das Mammutwerk des Portugiesen Miguel Gomes, eine ergreifende Chronik der Wirtschaftskrise und ihrer Folgen für die portugiesische Bevölkerung.

Seine tragischen, komischen und fantastischen Geschichten aus dem portugiesischen Alltag dokumentieren die Entwicklungen des Landes über einen Zeitraum von zwölf Monaten; ebenso lang war auch die Drehzeit an verschiedenen Orten im ganzen Land.

“Mustang” von Deniz Gamze Ergüven

“Mustang” der türkisch-französischen Regisseurin Deniz Gamze Ergüven ist eine Ode an die Freiheit, aber auch die bittere Anklage einer von ultrakonservativen Moralvorstellungen beherrschten Gesellschaft.

Der Film erzählt von fünf Schwestern, die bei ihren Großeltern auf dem Land leben und wegen angeblich schändlichem Verhaltens im Haus eingesperrt werden und ihr Anrecht auf ein eigenes Leben verlieren.

“Mustang” wurde mit dem Preis für den Besten Europäischen Nachwuchsfilm und dem Lux Filmpreis des Europaparlaments ausgezeichnet, und ist Frankreichs Anwärter auf den Auslandsoscar und wurde für einen Golden Globe nominiert.

“Que horas ela volta” von Anna Muylaert

Last but not least – eine Firlmperle aus Brasilien: “Que Horas Ela Volta? – Der Sommer mit Mamã” von Anna Mulayert nimmt mit viel Humor die sozialen Ungleichheiten einer sich rasant verändernden Gesellschaft aufs Korn.

Der Film dreht sich um Val, die Hausangestellte einer reichen Familie in São Paulo, die den Sohn des Hauses wie ihr eigenes Kind aufgezogen hat. Doch eines Tages klopft die leibliche Tochter, die sie seit 10 Jahren nicht gesehen hat an die Tür. Und
bringt das vermeintliche Gleichgewicht des Hauses durcheinander.

Auf der Berlinale wurde der ironische und doch hoffnungsvolle Film mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet.

Und Ihr Lieblingsfilm?

Das sind unsere Lieblingsstreifen des Jahres. Was ist mit Ihnen? Sagen Sie uns über die sozialen Netzwerke, welcher Film Ihnen am besten gefallen hat. Wir wünschen Ihnen gutes Kinojahr 2016 – mit vielen fantastischen Filmen!