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Anschlagsserie in Afghanistan: Selbstmordattentäter sprengt sich vor Schule in die Luft

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein Selbstmordattentäter sich und eine weitere Person getötet. 13 Menschen wurden nach Polizeiangaben

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Anschlagsserie in Afghanistan: Selbstmordattentäter sprengt sich vor Schule in die Luft

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In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat ein Selbstmordattentäter sich und eine weitere Person getötet. 13 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Einer der Verletzten sagte im Fernsehen, er habe gesehen, wie ein Teenager getötet wurde.

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"Es zeigt, dass sie Feinde von Moscheen, Gott und dem Koran sind"

Der Attentäter hatte sich vor einer Schule nahe des Flughafens von Kabul in die Luft gesprengt. Ziel war nach Vermutungen der Polizei ein Kleintransporter, wie ihn Sicherheitsdienste häufig verwenden. Ein Taliban-Sprecher teilte mit, der Angriff habe einem ausländischen Konvoi gegolten.

Polizeichef Abdul Rahman Rahimi sprach von “Feinden der Menschlichkeit”. Der Anschlag zeige, dass ihn Feinde von Gott und dem Koran verübt hätten, so Rahimi.

Mehrere Anschläge in vergangenen Wochen

Bereits in den vergangenen Wochen war Afghanistan immer wieder von Anschlägen erschüttert worden. Bei einem Angriff auf ein Gästehaus im Botschaftsviertel von Kabul waren zehn Menschen gestorben, unter ihnen vier Angreifer. Und bei einem Anschlag nahe der Militärbasis Bagram waren sechs US-Soldaten getötet worden. Bei einem Angriff radikalislamischer Kämpfer auf den Flughafen Kabul hatte es Anfang Dezember mehr als 60 Tote gegeben.

Die Taliban versuchen derzeit, verlorenes Territorium zurückzuerobern. Vor allem die Provinz Helmand im Süden Afghanistans ist schwer umkämpft. Den strategisch wichtigen Bezirk Sangin hatten die Kämpfer vor den Weihnachtstagen bereits großteils unter ihre Kontrolle gebracht, und das trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit: So sollen unbestätigten Quellen zufolge bis zu 30.000 staatliche Kräfte allein in Helmand stationiert sein, die Taliban geben ihre eigenen Kämpferzahlen mit 5000 an.