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Steinmeier: "Schließung der Grenzen ist keine Lösung"

Die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen haben vor großen Gefahren speziell für Flüchtlingskinder durch Winterwetter in Südosteuropa gewarnt

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Steinmeier: "Schließung der Grenzen ist keine Lösung"

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Die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen haben vor großen Gefahren speziell für Flüchtlingskinder durch Winterwetter in Südosteuropa gewarnt.

Meinung

"Der Begriff "Grenzschließung" kann leicht falsch interpretiert werden"

Es würden in den kommenden zwei Wochen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und zum Teil heftige Schneefälle erwartet.

Im laufenden Jahr sind nach UN-Angaben bereits mehr als 30.000 Migranten aus der Türkei nach
Griechenland gekommen.

Die meisten wählen dann den Weg über Serbien nach Westeuropa, auch ein Flüchtling aus Syrien:

“In Syrien war das Wetter kein großes Thema für mich. Schwieriger ist es für die Kinder. Vor allem wegen des weiten Weges von Syrien bis hierher.”

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte in der Diskussion um Grenzschließungen vor Aktionismus:

“Wir werden keine Lösung innerhalb eines Augenblicks finden. Und das hängt garantiert nicht mit der Schließung von Grenzen zusammen. Eine Schließung der Grenzen ist keine Lösung.”

Die CSU forderte am Rande ihrer Klausurtagung im bayerischen Wildbad Kreuth deutlich verschärfte Grenzkontrollen.

Kurz vor einem Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Flüchtlingskrise erklärte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann:

“Der Begriff “Grenzschließung” kann leicht falsch interpretiert werden. Niemand spricht von einer totalen Abschottung. Der Wirtschaftsverkehr muss weitergehen, der Im- und Export und Skitouristen bewegen sich in beide Richtungen.”

Herrmann erklärte, in Bayern seien seit Weihnachten mehr als 33.000 Flüchtlinge angekommen und damit zehnmal so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Täglich reisten über 3.000 neue Flüchtlinge nach Deutschland ein. Herrmann sagte, die Zahlen seien einfach noch viel zu hoch.