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Judoka eröffnen olympische Saison in Havanna

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Judoka eröffnen olympische Saison in Havanna

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Die Judosaison ist eröffnet. Zu Beginn des Jahres, dessen unbestrittener Höhepunkt im August mit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ansteht, zog es die Mattenkämpfer nach Kuba.

“Der Grand Prix von Havanna liegt zwischen den Grand Slams in Tokio und Paris”, berichtet euronews-Reporter Pedro Lasuen aus der Hauptstadt des Karibikstaates. “Er ist eine Pflichtveranstaltung für die Athleten, die sich noch nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert haben. Hier tritt zu Tage, wer im Training gut gearbeitet und wer nicht seine Hausaufgaben gemacht hat. Wer zu lange auf der faulen Haut lag und wer nicht, wer die Saison in guter Verfassung beginnt und wer die Weihnachtspause noch nicht hinter sich gelassen hat.”

Das Finale der Männer bis 60 Kilogramm war im Grunde genommen gar keines. Der Türke Bekir Özlü trat aufgrund einer Verletzung nicht an, Eric Takabatake aus Brasilien erhielt die Goldmedaille also kampflos.

Sarah Menezes aus Brasilien zeigte sich in bestechender Verfassung. Die Olympiasiegerin von London dominierte in der Gewichtsklasse unter 48 Kilogramm. Im Finale bezwang sie Shira Rishony aus Israel.

Die amtierende Weltmeisterin Paula Pareto aus Argentinien verpasste das Finale, eine Vorrundenniederlage gegen die Kubanerin Dayaris Mestre Alvarez verhinderte den ganz großen Wurf. Immerhin nahm Pareto noch Bronze mit.

Gold für Mareen Kräh

Bei den Damen unter 52 Kilogramm triumphierte die Deutsche Mareen Kräh. Die Lausitzerin musste im Finale gegen die 38 Jahre alte Belgierin Ilse Heylen antreten. Kräh bekam erst einen Waza-Ari zugesprochen, für eine Haltetechnik erhielt sie dann den siegbringenden Ippon.

Marti Malloy aus den Vereinigten Staaten traf im Finale der Klasse bis 57 Kilogramm auf Hedvig Karakas aus Ungarn. In einem ausgeglichenen Kampf entschied eine Strafwertung. Karakas erhielt den Shido aufgebrummt – und das hieß: Gold für Malloy.

Kamal Khan-Magomedow erwies sich in der Klasse bis 66 Kilogramm als der stärkste Mann von Havanna. Im Finale gegen den Franzosen Loic Korval brachte der Russe eine Sutemi-Waza-Technik an und wurde mit einem Yuko belohnt. Korval versuchte alles, doch Khan-Magomedow rettete sich gerade so über die Zeit.

Abseits der Tatami gab es ebenfalls einen Gewinner. Rolando Veitia, lebende Trainerlegende des kubanischen Judos, erhielt aus den Händen von Präsident Marius Vizer die goldene Plakette des Weltverbandes überreicht.

Weitere Informationen zum ersten Wettkampftag in Havanna (in englischer Sprache)…