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Weltwirtschaftsforum in Davos: Kasachstan will im neuen industriellen Zeitalter dabei sein

Während sich die Welt mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert sieht, ist das Weltwirtschaftsforum in Davos eine der Möglichkeiten Ideen und vor allem Lösungsvorschläge auszutauschen.

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Weltwirtschaftsforum in Davos: Kasachstan will im neuen industriellen Zeitalter dabei sein

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Während sich die Welt mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert sieht, ist das Weltwirtschaftsforum in Davos eine der Möglichkeiten Ideen und vor allem Lösungsvorschläge auszutauschen.

Meinung

Wenn der Ölpreis und die Preise für andere Rohstoffe sehr niedrig sind, ist dies der perfekte Zeitpunkt, Reformen anzugehen. Genau dies werden wir tun, gemeinsam mit der Weltbank und anderen internationalen Finanzinstitutionen.

Das ölreiche Kasachstan hat ein besonderes Interesse an den diesjährigen Themen, neben der vierten industriellen Revolution geht es auch um den Einbruch der Ölpreise und die Veränderung der Wirtschaft.

Das Land betont auf einer Verantstaltung die Bemühungen, seine Wirtschaft zu reformieren und Investitionen anzuziehen: “Wenn der Ölpreis und die Preise für andere Rohstoffe sehr niedrig sind, ist dies der perfekte Zeitpunkt, Reformen anzugehen. Genau dies werden wir tun, gemeinsam mit der Weltbank und anderen internationalen Finanzinstitutionen. Wir arbeiten sehr hart und wir wollen noch mehr Fortschritte machen, damit wir uns auf dem Forum in Davos im nächsten Jahr noch weitere Ziele für die Zukunft setzen können”, so der kasachischen Ministerpräsidenten Karim Massimow.

Trotz der enormen Energiereserven ist Kasachstan seit langem klar, dass es seine Abhängigkeit vom Öl und Gas verringern muss.
Die Reformen, die derzeit umgesetzt werden, sollen das Land für neue Ideen und Investitionen öffnen, wie der Wirtschaftsminister Yerbolat Dosayev erklärt: “Die Entwicklung des privaten Sektors und des Wettbewerbs sind sehr wichtig für uns. Auch die Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen ist wichtig. Dies sind drei der Hauptziele unserer derzeitigen Regierungspolitik.”

Das 2014 unterzeichnete Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung den Fortschritt Kasachstans im Bereich der Wirtschaftsreformen. Sowohl dieses Kreditinstitut als auch die Weltbank drängen die kasachische Führung, die Reformen voranzutreiben.

“Sie müssen eine strategische Vision haben. Diese Reformen sind nicht Reformen an sich. Sie sind Teil eines umfassenden Umbaus der Wirtschaft, der mehr Wachstum und Arbeitsplätze bringen soll. Und meiner Meinung nach hat Kasachstan diese größere Vision”, sagt Anabel Gonzalez von der Weltbank.

Natalia Khanjenkova, zuständige Managerin für die Türkei und Zentralasien bei der Weltbank, erzählt: “Ich war sehr beeindruckt heute, von den Meinungen, die zeigen: ein Land wird nicht still stehen, wenn Reformen gestoppt werden – es wird sich sogar zurückentwickeln. Deswegen ist es jetzt so wichtig, diese starken Reformen weiterzuführen.”

Es gibt noch viele Herausforderungen, doch Kasachstan will die vierte industrielle Revolution meistern. Der Ministerpräsident des Landes ist sich sicher, dass die jungen Menschen eine große Rolle spielen werden.

“Wir sind in einer neuen Entwicklungsphase angekommen, aber Kasachstan ist noch nicht soweit. Wir sind immer noch in der Gegenwart, nicht in der Zukunft. Die Jugend in Kasachstan, unser Bildungssystem, die Digitalisierung unseres Landes- zu all den Themen sollten wir innerhalb der nächsten zwei Jahre – 2016 und 2017 – die richtigen Entscheidungen treffen und definieren, in welche Richtung wir gehen wollen”, kündigt Ministerpräsident Karim Massimow an.

Kasachstan ist im kommenden Jahr Gastgeber für die Weltausstellung, die Expo 2017 in Astana. Eine gute Chance für das Land, die gemachten Fortschritte im Bereich der Reformen und der Modernisierung seiner Wirtschaft zu zeigen.