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Zika-Virus überschattet Olympia 2016

Sechs Monate vor den Olympischen Spielen in Brasilien hat das Zika-Virus große Verunsicherung ausgelöst. Die brasilianische Regierung rät Schwangeren

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Zika-Virus überschattet Olympia 2016

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Sechs Monate vor den Olympischen Spielen in Brasilien hat das Zika-Virus große Verunsicherung ausgelöst. Die brasilianische Regierung rät Schwangeren von einer Reise zu dem Sportereignis in Rio de Janeiro ab.

Meinung

Während der Olympischen Spiele wird die Ansteckungsgefahr mit dem Zika-Virus geringer sein.

Die Frauen in Rio versuchen sich so gut sie können zu schützen. Eine Schwangere erzählt: “Ich trage alle 20 Minuten Mückenspray auf. Und ich versuche lange Kleidung zu tragen, aber bei dieser Hitze ist das nicht immer einfach.”

Das Virus steht im Verdacht bei Ungeborenen Fehlbildungen auszulösen: Die Babys kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt und sind meist geistig behindert.

Das Organisationskomitee der Spiele versichert unterdessen, dass die Sportler nichts zu befürchten hätten. Zudem sei im brasilianischen Winter, also während der Rio-Spiele, die Moskitogefahr deutlich geringer. “Es wird keine Regensaison sein. Während der Olympischen Spiele wird die Ansteckungsgefahr mit dem Zika-Virus also geringer sein,” erklärte Joao Grangeiro, der Chefarzt der Olympischen Spiele.

Die Fluggesellschaften bereiten sich dennoch vor und bieten schwangeren Frauen, die Flugtickets für die betroffenen Länder gekauft haben, einen Umtausch oder eine Verschiebung der Reise an. Noch ist die Zahl der Brasilien-Touristen nicht zurückgegangen.

Ein Mann aus Großbritannien meint: “Wenn man die Nachrichten in Europa sieht, dann jagt das einem schon Angst ein, aber es hält die Menschen nicht davon ab, zu reisen. Es ist schön hier.”

Die meisten Touristen haben bis dato ihre Reisen nach Südamerika nicht storniert. Doch immer mehr buchen eine Reiserücktrittsversicherung. Experten der Tourismusbranche rechnen damit, dass sich das Zika-Virus in den kommenden Wochen auf den Reiseverkehr auswirken wird.

Neben Brasilien mit bis zu 1,5 Millionen Infizierten ist Kolumbien besonders stark betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, hat vor einer Ausbreitung des Zika-Virus auf dem gesamten amerikanischen Kontinent gewarnt – mit Ausnahme von Chile und Kanada, wo es die Überträger-Mücken nicht gibt.