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Revolution gescheitert: Benjamin Millepied verlässt Pariser Oper

Der Führungswechsel an der Pariser Oper geht nicht ganz geräuschlos über die Bühne. Direktor Benjamin Millepied nimmt seinen Hut. Der 38-Jährige

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Revolution gescheitert: Benjamin Millepied verlässt Pariser Oper

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Der Führungswechsel an der Pariser Oper geht nicht ganz geräuschlos über die Bühne. Direktor Benjamin Millepied nimmt seinen Hut. Der 38-Jährige wollte das 1669 von Ludwig XIV. ins Leben gerufene Traditionshaus umkrempeln und stieß dabei auf erheblichen Widerstand.

Meinung

Die Oper ist wie eine alte Dame.

“Für mich ist das Allerwichtigste, etwas zu schaffen, etwas zu geben und von den Tänzern inspiriert zu werden. Damit wollte ich das Ballett weiterzuentwickeln. So wie diese Stelle beschaffen ist, ist sie nichts für mich, sie passt nicht zu mir”, sagte Millepied.

Seine Nachfolgerin wird die ehemalige Startänzerin Aurelie Dupont. Die Trägerin des französischen Verdienstordens hatte ihre Karriere im vergangenen Jahr beendet. Sie und Millepied haben grundverschiedene Auffassungen:

“Aus meiner Sicht bleibt die Pariser Oper ein Haus des klassischen Tanzes, das offen für den zeitgenössischen Tanz ist. So und nicht andersherum”, sagte Dupont. “Unter meiner Leitung wird die Oper nie ein Haus des zeitgenössischen Tanzes sein, das gelegentlich klassisches Ballett anbietet. Die Oper ist wie eine alte Dame, die man respektiert und nicht von jetzt auf gleich ändert.”

Millepied war seit November 2014 Direktor der Pariser Oper. Der Franzose ist mit US-Schauspielerin Natalie Portman verheiratet, die er bei den Dreharbeiten zu dem Film “Black Swan” kennengelernt hatte.