Eilmeldung

Eilmeldung

TV-Debatte der Republikaner: Marco Rubios Erfolg macht seine Rivalen nervös

Schlagabtausch im Live-Fernsehen: Bekommen einige Republikaner vor den Vorwahlen in New Hampshire langsam kalte Füße?

Sie lesen gerade:

TV-Debatte der Republikaner: Marco Rubios Erfolg macht seine Rivalen nervös

Schriftgrösse Aa Aa

Bei ihrer achten TV-Debatte haben sich die republikanischen Präsidentschaftsbewerber auf Marco Rubio eingeschossen. Die Umfragewerte des 44-jährigen Senators aus Florida werden immer besser: In New Hampshire könnte er nach Donald Trump das zweitstärkste Ergebnis einfahren. Vor allem den morderaten Kandidaten wie Jeb Bush und Chris Christie wird er damit gefährlich.

Christie vs. Rubio
Auf den Vorwurf Christies, er sei zu unerfahren für das Präsidentenamt, erklärte Rubio: “Bei Erfahrung geht es nicht nur darum, was man macht, sondern wie es sich auswirkt. Als Chris Christie Gouverneur in New Jersey war, haben Ratingagenturen den Staat neun mal herabgestuft. Wir müssen unser Schuldenproblem nicht schlimmer machen, indem wir jemanden wählen, der Erfahrung darin hat, die Kreditwürdigkeit eines Staates zu zerstören.”

Analysten sehen unter anderem Rubios Schlagfertigkeit als einen der Gründe für seine wachsende Unterstützung.

Christie dagegen schneidet in Umfragen immer schlechter ab. Für die Vorwahl in New Hampshire liegen seine Werte zwischen 4 und 6 Prozent. “Sehen Sie, darüber sollten die Menschen zuhause nachdenken: So geht es in Washington DC zu: Erst angreifen – mit falschen und unvollständigen Informationen – und dann die 25-Sekunden-Antwort abspulen, die die Berater ihm Wort für Wort vorbereitet haben”, so Christie – eine Anspielung auf Rubios Verwendung gleich formulierter Phrasen.

Donald Trump vs. Jeb Bush
Donald Trump musste sich seinerseits gegen Vorwürfe wehren, wonach er das Grundstück für eines seiner Casinos durch Enteignung von Grundeigentümern erworben habe.

Im New Hampshire spielt das Thema Enteignung eine besondere Rolle, weil für den geplanten Bau von Gaspipelines der Firma Kinder Morgan in dem Bundesstaat Enteignungen stattfinden.

“Wenn man das Enteignungsrecht auf den Besitz von jemandem anwendet, dann bekommt diese Person ein Vermögen. Man bekommt mindestens den Marktpreis und wenn man schlau ist zwei oder drei Mal den Wert des Eigentums”, verteidigte sich Trump.

“Da ist ein Unterschied”, erwiderte Jeb Bush. “Beim Enteignungsrecht des Staates, wie es Donald erklärt, also für Straßen, Infrastruktur, Pipelines und so weiter, geht es um öffentliches Interesse. Aber Donald Trump hat das Enteignungsrecht auf das Land einer älteren Dame in Atlantic City angewandt. Das dient nicht der Öffentlichkeit, sondern ist ganz einfach nur falsch”.

“Er will heute Abend nur als harter Typ dastehen”, so Trump im weiteren Schlagabtausch. Als der Mulitmillardär versuchte, Bush mit dem Zeigefinger am Mund zum Schweigen zu bringen, wurde er vom Publikum ausgebuht.

Was ihn dazu veranlasst zu behaupten, diejenigen die ihn auspfiffen seien Mitglieder von Interessengruppen und Spender von Jeb Bush. Diese Menschen liebten ihn nicht, weil er ihr Geld nicht wolle, so Trump. Er sei der einzige Kandidat der in dieser Hinsicht unabhängig sei.

Twitter-Trend: Wer darf zuerst?
Zu Beginn der Debatte gab es ein Missverständnis mit der Reihenfolge, nach der die Kandidaten in den Saal kommen sollten. Die komische Situation machte schnell in sozialen Netzwerken die Runde:

Die nächsten Vorwahlen im Bundesstaat New Hampshire finden am kommenden Dienstag statt.