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Varoufakis gründet linkspopulistische Bewegung

Es war einmal ein griechischer Finanzminister. Vor seinen Kollegen aus der Eurozone vertrat er die Ansicht, dass seiner bankrotten Heimat mit viel

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Es war einmal ein griechischer Finanzminister. Vor seinen Kollegen aus der Eurozone vertrat er die Ansicht, dass seiner bankrotten Heimat mit viel Geld geholfen werden müsse. Die europäischen Partner aber sollten weder das Recht haben zu fragen, was damit geschah, noch auf der Rückzahlung der Schulden bestehen.

Yanis Varoufakis, der sein Amt vor einem halben Jahr niederlegte, rief nun die politische Bewegung Demokratie in Europa 25 ins Leben: “Die Bewegung entsteht gleichzeitig überall in Europa, ist überparteilich und hat nur ein Ziel: die Europäer um einen metaphorischen, digitalen Tisch zu versammeln”, so Varoufakis bei einer Pressekonferenz in der Berliner Volksbühne. “Es geht darum, dass die Europäer gemeinsame Lösungen für ihre gemeinsamen Probleme finden.”

Varoufakis, der den Gläubigern einst fiskalpolitisches Waterboarding vorgeworfen hatte, spricht den europäischen Institutionen ihre demokratische Legitimation ab. Selbst von den europäischen Grünen heiß es dazu, Varoufakis betreibe populistisches Brüssel-Bashing.