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Zika und Mikrozephalie: Impfung laut WHO frühestens 2017 verfügbar

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass der vermutete Zusammenhang zwischen Zika und zwei neurologischen Krankkheiten innerhalb

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Zika und Mikrozephalie: Impfung laut WHO frühestens 2017 verfügbar

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass der vermutete Zusammenhang zwischen Zika und zwei neurologischen Krankkheiten innerhalb weniger Wochen bestätigt sein wird. Das Virus steht im Verdacht, Mikrozephalie bei Babies und das Guillain-Barre-Syndrom bei Erwachsenen auszulösen. Dafür sprechen mehrere Untersuchtungsergebnisse. Für den Nachweis eines kausalen Zusammenhangs müssten aber noch weitere Daten ausgewertet werden, so WHO-Vizegeneralsekretärin Marie-Paule Kieny.

Für einen Zika-Impfstoff zur Vorbeugung werde hingegen noch deutlich mehr Zeit benötigt: “Zwei mögliche Impfwirkstoffe scheinen weiter fortgeschritten zu sein als andere”, so Kieny. “Einer ist eine DNS-Impfung der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA. Der zweite ist ein deaktivierter Wirkstoff von Bharat Biotech, einem indischen Pharmaunternehmen. […] Trotz dieser ermutigenden Situation wird es noch mindestens 18 Monate dauern, bis großangelegte klinische Studien beginnen können.”

Zur Bekämpfung des “Staatsfeinds Nummer 1”, der Moskitoart Aedes aegypti, setzt Brasilien derzeit auf die Chemikeule. Argentinische Ärzte bringen nun den Verdacht ins Spiel, dass gerade dies für die Zunahme an möglichen Mikrozephalie-Fällen mitverantwortlich sein könnte. Überall dort, wo das Insektizid Pyriproxyfen dem Trinkwasser zugesetzt worden sei, um Moskito-Larven zu töten, gebe es vermehrt Mikrozephalie-Fälle. Der Verdacht hat sich bisher nicht erhärtet.

Brasiliens Regierung hat seit Beginn der Epidemie 100 Tonnen Chemikalien zur Beimischung in Gewässern an die Bundesstaaten verteilt, dazu 550 Tonnen an Insektiziden zum Einsatz an Gebäuden. Moskitosprays für Menschen müssen wegen der Nachfrage inzwischen aus Nachbarländern importiert werden.