Eilmeldung

Eilmeldung

Brasilien verfolgt "Null-Zika-Strategie"

In Kolumbien haben sich nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts über 5000 Schwangere mit dem Zika-Virus infiziert. Die Zahl der insgesamt

Sie lesen gerade:

Brasilien verfolgt "Null-Zika-Strategie"

Schriftgrösse Aa Aa

In Kolumbien haben sich nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts über 5000 Schwangere mit dem Zika-Virus infiziert. Die Zahl der insgesamt Infizierten sei auf über 31.000 gestiegen.

Meinung

Wir kämpfen unter dem Motto "Null Zika"

Fälle von Mikrozephalie, die Schädelfehlbildungen von Föten verursachen kann, seien in Kolumbien bislang nicht registriert worden.

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos erklärte, rund 140 Menschen seien am Guillain-Barré-Syndrom erkrankt, das schwere Lähmungen und Nervenschäden verursachen kann:

“Es gibt Fälle des Guillain-Barré-Syndroms, die mit dem Zika-Virus in Verbindung stehen könnten. Das muss erst noch wissenschaftlich erwiesen werden.”

Mit Hilfe von 220.000 Soldaten versucht Brasilien die Verbreitung des Zika-Virus einzudämmen. Sie verteilen zunächst in über 300 Städten vier Millionen Flugblätter mit Tipps zur Moskitobekämpfung,

Präsidentin Dilma Rousseff Rousseff nahm in Rio de Janeiro an der Aktion teil, wo im August die Olympischen Sommerspiele beginnen werden:

“Die Regierung nimmt ihre Aufgaben wahr, und zwar zusammen mit Bürgermeistern, Gouverneuren, Gesundheitsbehörden und der Armee. Alle Aktionen führen aber ins Leere, wenn die Bevölkerung nicht mitzieht. Wir kämpfen unter dem Motto “Null Zika”, damit eine Vermehrung der Mücken ausgeschlossen wird. Für die Gesundheit unserer Kinder muss die Fortpflanzung der Zikamücken gestoppt werden.”

Rousseff präzisierte, dass selbst kleine Pfützen und Wasserrückstände vermieden werden müssen. Gelbfiebermücken, die das Zika-Virus übertragen, legen dort ihre Eier ab und vermehren sich so.

Die Behörden schätzen die Zahl der Zika-Infektionen in Brasilien auf 500.000 bis 1,5 Millionen. Das Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei ihren Babys zu
verursachen.

Insgesamt hat die brasilianische Regierung für das laufende Jahr 526 Millionen Euro zur Bekämpfung der Mücken vorgesehen. Das Virus kommt bislang in 34 Ländern vor.