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Historischer Besuch: Obama will nach Kuba reisen

Das Tauwetter zwischen Kuba und den USA hält an. Nach dem historischen Handschlag beider Präsidenten und der Eröffnung von Botschaften im jeweils

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Historischer Besuch: Obama will nach Kuba reisen

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Das Tauwetter zwischen Kuba und den USA hält an. Nach dem historischen Handschlag beider Präsidenten und der Eröffnung von Botschaften im jeweils anderen Land steht nun der nächste Schritt in der Annäherung beider Staaten bevor: US-Präsident Barack Obama wird in den kommenden Wochen Kuba besuchen. Das bestätigten Regierungskreise gegenüber der dpa, nachdem zuvor bereits mehrere Medien übereinstimmend darüber berichtet hatten.

Sollte der Besuch tatsächlich zustandekommen, wäre es das erste Mal seit 88 Jahren und das zweite Mal überhaupt, dass ein amtierender US-Präsident Kuba besucht. Im Januar 1928 war der damalige US-Präsident Calvin Coolidge auf die Insel gereist.

Die politische Eiszeit zwischen Kuba und den USA begann nach der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro und dauerte mehr als ein halbes Jahrhundert. Seit Ende 2014 normalisiert sich das Verhältnis wieder.

Im Mai strich das Weiße Haus Kuba von der US-Terrorliste. Mit der Eröffnung von Botschaften wurden im Juli die diplomatischen Beziehungen wieder hergestellt.

Als jüngste Schritte auf dem Weg zu einer Normalisierung der Beziehungen wurden der Handel und der direkte Postverkehr erleichtert. Außerdem soll es ab dem Herbst nach mehr als 50 Jahren wieder direkte kommerzielle Flugverbindungen geben.

Kritik an der geplanten Obama-Reise kam von den Republikanern. Floridas Senator Marc Rubio, der sich im Moment um das Weiße Haus bewirbt, sagte, die Reise sei ein großer Fehler. Rubio ist Sohn kubanischer Exilanten.



US-Botschaft in Kuba
Kubas Botschaft in den USA