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Oscar-Verleihung mit Spannung erwartet: Was wird Chris Rock sagen?

Los Angeles bereitet sich auf die Nacht der Nächte der Filmwelt vor: Mit Spannung wird erwartet, ob und wie Chris Rock, Moderator der diesjährigen Oscarverleihung, die Kontroverse um den Vorwurf aufgr

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Oscar-Verleihung mit Spannung erwartet: Was wird Chris Rock sagen?

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Los Angeles bereitet sich auf die Nacht der Nächte der Filmwelt vor: Mit Spannung wird erwartet, ob und wie Chris Rock, Moderator der diesjährigen Oscarverleihung, die Kontroverse um den Vorwurf aufgreift, die Nominiertenauswahl sei zu weiß. Der schwarze Schauspieler und Komiker gab entgegen der Tradition im Vorfeld keine Hinweise darauf, was er sagen wird. Auf Twitter hinterließ er eine Anspielung per Hashtag und die Botschaft: “Wir sehen uns am Sonntag.”

Was die Preisvergabe angeht, ruhen alle Augen auf Leonardo DiCaprio. Der 41-Jährige war bereits fünf Mal nominiert und ging bisher immer leer aus. Jetzt könnte er endlich gewinnen: Für seine Hauptrolle in “The Revenant” räumte DiCaprio bereits unter anderem den Golden Globe ab. Unter dem Hashtag “gebt dem Mann einen Oscar” bekunden Fans ihre Unterstützung.

Das blutige Rachedrama von Regisseur Alejandro G. Iñárritu ist zudem als bester Film und in zehn weiteren Kategorien nominiert.

Ein weiterer Favorit ist der Sci-Fi-Action-Thriller “Mad Max”. Der Film mit Tom Hardy und Charlize Theron ist in insgesamt zehn Kategorien nominiert.

Ridley Scotts “Der Marsianer” hat sieben Nominierungen. Hauptdarsteller Matt Damon kann sich für die Rolle eines auf dem Mars zurückgelassenen Astronauten Hoffnungen auf einen zweiten Oscar machen.

Die Academy hatte in diesem Jahr ausschließlich weiße Schauspielerinnen und Schauspieler nominiert. Schwarze Filmschaffende wie Spike Lee und Jada Pinkett wollen die Verleihung deswegen boykottieren.

Auch die Diskussion um die Diskriminierung von Frauen in Hollywood ist in diesem Jahr wieder hochgekocht. Schauspielerin Patricia Arquette hatte bei der Preisverleihung 2015 kritisiert, dass weibliche Filmschaffende weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. In einer Dokumentarfilm, den sie daraufhin drehte, zeigte sie, dass Frauen in vielen Berufen davon betroffen sind. Untersuchungen der University of Southern California aus dem vergangenen Jahr haben ergeben, dass unter den Regisseuren der erfolgreichsten Hollywood-Filme nicht einmal zwei Prozent Frauen waren. Eine gerade von Universität veröffentlichte Studie bestätigte, dass Frauen und nicht weiße Filmschaffende in der Branche stark unterrepräsentiert sind.