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Iran-Wahlen: Reformkräfte triumphieren in Teheran

Das iranische Innenministerium hat bestätigt, dass die Reformer und Moderaten sämtliche 30 Parlamentssitze in der strategisch wichtigen Hauptstadt

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Iran-Wahlen: Reformkräfte triumphieren in Teheran

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Das iranische Innenministerium hat bestätigt, dass die Reformer und Moderaten sämtliche 30 Parlamentssitze in der strategisch wichtigen Hauptstadt Teheran gewonnen haben.

Alle 30 Kandidaten hätten auch die 25-Prozent Hürde geschafft und seien daher direkt gewählt worden. Bei den Wahlen vom am Freitag schaffte es demnach kein einziger Hardliner in Teheran unter die ersten 30.

Die Reformer und Moderaten um Präsident Hassan Ruhani und seinen Mentor, Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani, haben bei den Wahlen auch landesweit gut abgeschnitten. Laut Medienberichten sind nach Auszählung von über 50 Prozent der Stimmen mehr als zwei Drittel der Sitze in ihrer Hand.

Auch bei der parallelen Wahl zum Expertenrat setzte sich die von den beiden Klerikern angeführte Liste klar durch. Im Bezirk Teheran kamen sie nach Angaben des Innenministeriums auf 16 Sitze.

Die 88 Kleriker des Expertenrates entscheiden über die Ernennung und Abwahl des obersten geistlichen Führers und damit des Staatsoberhaupts. Aktueller Revolutionsführer ist Ayatollah Ali Chamenei. Zwölf Jahre lang hatten die iranischen Hardliner das Parlament und schon immer den Expertenrat dominiert.

An den beiden Abstimmungen beteiligten sich nach offiziellen Angaben 33 Millionen Iraner und damit rund 60 Prozent der Wahlberechtigten.