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Calais: Neue Migranten-Taktik für Kanalquerung

Jagdszenen in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais. Migranten fliehen im Schutz der Dunkelheit vor Sicherheitskräften. Sie hatten, wie so viele

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Calais: Neue Migranten-Taktik für Kanalquerung

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Jagdszenen in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais. Migranten fliehen im Schutz der Dunkelheit vor Sicherheitskräften. Sie hatten, wie so viele vor ihnen, versucht, ein Schlupfloch in Richtung Großbritannien zu finden – und waren wieder einmal an den massiv gesicherten Grenzanlagen gescheitert – und an der permanenten nächtlichen Präsenz von Einsatzkräften, die selbst einräumen, Bestandteil eines Katz-und Maus-Spiels zu sein.

Meinung

Wir denken über die Errichtung einer Mauer nach

Gefährlich ist eine neue Überrumpelungstaktik der Migranten: Sie deponieren auf Straßen Äste oder Baumstämme, durch die Lkw-Fahrer zur Verlangsamung oder zum Stopp gezwungen werden.

Im Anschluss versuchen kleine Gruppen, unbemerkt auf die Ladefläche und im weiteren Verlauf durch die Grenzkontrollen zu kommen.

Die Präfektur Calais ist alarmiert, und will handeln. Vincent Breton, Vize-Präfekt von Calais, erklärte:

“Wir planen eine Ausweitung des vorhandenen Zauns um 300 Meter. Weiter südlich denken wir darüber nach, eine Mauer errichten zu lassen.”

Projekte, die mehrere Milionen Euro verschlingen. Doch Großbritannien steht einer Verstärkung der Grenzanlagen auf dem französischen Festland alles andere als ablehnend gegenüber und erwägt eine Kostenübernahme.

Die Nachtschicht auf französischer Seite endet mit der Inspektion eines Güterzuges. Die Sicherheitskräfte entdecken fünf Migranten in einem Waggon. Alle Beteiligten werden möglicherweise schon in der nächsten Nacht wieder aufeinandertreffen.