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Radsport: So sollen Motor-Doper überführt werden

Der Profiradsport hat ein neues Problem: das sogenannte Motor-Doping. Dabei handelt es sich um kleine Elektromotoren, die an ein Fahrrad angebaut

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Radsport: So sollen Motor-Doper überführt werden

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Der Profiradsport hat ein neues Problem: das sogenannte Motor-Doping. Dabei handelt es sich um kleine Elektromotoren, die an ein Fahrrad angebaut werden.

Jetzt hat der Internationale Radsportverband UCI ein Gerät vorgestellt, mit dem solche Motoren aufgespürt werden können. Am UCI-Sitz im schweizerischen Aigle zeigte Mark Barfield, technischer Manager des Verbands, den versammelten Reportern einen umgewandelten iPad, mit dessen Hilfe Motor-Doper aufgedeckt werden sollen.

Barfield erklärte: “Wir machen einen Magnetresonanztest. Dabei setzen wir das iPad und einen Adapter ein, der ein spezielles Magnetfeld aufbaut. Dann messen wir den Widerstand in diesem Magnetfeld, und das gibt uns einen Hinweis auf ein eiserner Gerät, einen Motor oder eine solide Masse.”

Seit einiger Zeit schon machen Gerüchte über Motor-Doping im Profiradsport die Runde. Der zweifache Tour-de-France-Gewinner Chris Froome etwa sagte jüngst, sein Rad sei gut ein Dutzend Mal von UCI-Prüfern auseinandergenommen worden.

Im jüngst war die 19 Jahre alte Belgierin Femke Van Den Driessche als erste Radsportlerin wegen Motor-Dopings gesperrt worden. An ihrem Fahrrad wurde im Januar bei der Cyclocross-WM ein Elektromotor entdeckt. Inzwischen hat sie sich aus dem Profiradsport zurückgezogen.