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Papst fordert sozialere Wirtschaftsordnung in Karlspreis Rede

Der diesjährige Internationale Karlspreis für die Einheit Europas ist am Freitag im Vatikan an Papst Franziskus verliehen worden. Die deutsche

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Papst fordert sozialere Wirtschaftsordnung in Karlspreis Rede

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Der diesjährige Internationale Karlspreis für die Einheit Europas ist am Freitag im Vatikan an Papst Franziskus verliehen worden.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi, sowie die Präsidenten des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission, Martin Schulz, Donald Tusk und Jean-Claude Juncker zählten zu den Gästen.

Neben einem Plädoyer für Solidarität mit den schwächsten der Gesellschaft rief der Papst auch zu einer Reform der Wirtschaftsordnung auf:

“Wenn wir unsere Gesellschaft neu denken wollen, dann müssen wir würdige und nützliche Arbeit schaffen, vor allem für unsere jungen Menschen. Um das zu erreichen, sind neue, gerechtere und inklusivere Wirtschaftsmodelle vonnöten, die nicht nur den Wenigen dienen, sondern auch den einfachen Leuten und der Gesellschaft in ihrer Gänze.”

Der Papst forderte darüberhinaus die Europäer auf, ihrer Verantwortung gerechter zu werden und ihr gewaltiges Potential besser zu nutzen, auch und gerade angesichts der Flüchtlingskrise:

“Ich träume von einem Europa, das sich um die Kinder kümmert, das den Armen, und den Neuankömmlingen, die alles verloren haben und Schutz brauchen, brüderliche Hilfe anbietet. Ich träume von einem Europa, in dem es kein Verbrechen ist, ein Migrant zu sein, sondern wo Migration eine stärkere Verpflichtung zur Achtung der Menschenwürde verursacht.”

Die drei EU-Präsidenten würdigten Franziskus als ‘Papst der Hoffnung'
und als “Mahner“http://www.europarl.europa.eu/the-president/de/press/press_release_speeches/speeches/speeches-2016/speeches-2016-may/html/karlspreis-2016-rede-des-prasidenten-des-europaischen-parlaments-martin-schulz, der Europa ins Gewissen rede.