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ESC-Veranstalter drohen Armenien mit Disqualifizierung

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ESC-Veranstalter drohen Armenien mit Disqualifizierung

Die Veranstalter des Eurovision Song Contests haben der armenischen Kandidatin Iveta Mukuchyan mit Disqualifizierung gedroht. Sie hatte vor ihrem Einzug in das große Finale die Fahne der separatistischen Region Bergkarabach auf der Bühne aufgezogen.

Zur Erklärung sagte die Sängerin:
“Die Nachricht, die ich verbreiten möchte, ist folgende: Ich möchte Frieden an den Grenzen. Armenien möchte Frieden. Deswegen habe ich diesen Song geschrieben. Ich möchte Wellen der Liebe verbreiten. Das Lied spiegelt das wider, was in mir vorgeht.”

Die Veranstalter machten klar, dass diese Provokation nicht toleriert würde:
“Ich habe ganz klar gesagt, dass die Fahne beim großen Finale nicht erlaubt ist. Und sollte sie dennoch da auftauchen, wird es ernsthafte Konsequenzen geben. Das könnte zur Disqualifizierung vom diesjährigen Wettbewerb führen oder zu einem Ausschluß vom Wettbewerb für die kommenden drei Jahre”, so ESC Event Supervisor Sietse Bakker.

Die Veranstalter des ESC sprachen von einem ernsthaften Verstoß gegen die offiziellen Regeln des Wettbewerbs. Dazu gehört auch das Propagieren politischer Botschaften. Welche Konsequenzen der Auftritt der Armeniern für das Land nach sich zieht, ist noch unklar.

Die Region Bergkarabach ist offiziell Teil von Aserbaidschan, die Bevölkerung aber überwiegend armenisch. Die Region hatte sich Anfang der 1990er Jahre von Aserbaidschan unabhängig erklärt. Erst Anfang April war der Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Splitterregion wieder aufgeflammt.

Einige der verbotenen Fahnen (beginnend oben links): Baskenland, Krim, Volksrepublik Donetzk, Kosovo, Bergkarabach, Nordzypern, Palästina, Schottland, Transnistrien

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