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Proteste in Brasilien: "In 24 Stunden hat uns Temer 30 Jahre zurückgeworfen"

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Proteste in Brasilien: "In 24 Stunden hat uns Temer 30 Jahre zurückgeworfen"

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Der brasilianische Übergangspräsident Michel Temer hat sich in der Hauptstadt Brasilia mit mehreren Gewerkschaftsvertretern getroffen, um eine Reform des Rentensytems zu diskutieren. Zwei große Gewerkschaften, darunter die bedeutendste Vertetung für Arbeiter, sagten ihre Teilnahme ohne Angabe von Gründen ab.

Die Teilnehmer vereinbarten die Erstellung eines Grundsatzpapiers über eine mögliche Rentenreform innerhalb von 30 Tagen.

Temer hatte in der vergangenen Woche das Amt der etatmäßigen Präsidentin Dilma Rousseff übernommen, nachdem der Senat sie für 180 Tage suspendiert hatte, um Verschleierungsvorürfe gegen Rousseff juristisch zu prüfen.

Temer besetzte alle 23 Ministerien mit weißen Männern. Dagegen gingen am Sonntag in Brasiliens größter Metropole Sao Paulo zahlreiche Menschen auf die Straße:

“Die Regierung von Temer ist unrechtmäßig, patriarchalisch und von Machismo bestimmt. Wir Frauen werden deshalb bis zum Sturz der Regierung jeden Tag protestieren. Dilma wünsche ich Kraft.”

Ein männlicher Demonstrant sagte:

“In 24 Stunden hat uns Temer 30 Jahre zurückgeworfen.”

In einer seiner ersten Amtshandlungen als Präsident hatte Temer das bislang eigenständige Ministerium für Frauen, Rassengleichheit und Menschenrechte in das Justizministeriumn eingegliedert.

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