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Türkei zeigt sich verärgert über US-Soldaten mit Abzeichen von Kurdenmiliz

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Türkei zeigt sich verärgert über US-Soldaten mit Abzeichen von Kurdenmiliz

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Fotos von US-Soldaten mit dem Abzeichen der syrischen Kurdenmiliz YPG auf der Uniform sorgen für diplomatische Verstimmungen mit der Türkei. Die YPG ist der wichtigste Partner der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Die Bilder zeigen mehrere US-Spezialkräfte mit dem YPG-Zeichen und sollen rund 50 Kilometer vor Al-Rakka aufgenommen worden sein.

«Es ist nicht angebracht, solche Abzeichen zu tragen. Die Männer sind aufgefordert worden, die Embleme zu entfernen. Über weitere Strafen bin ich nicht informiert. Das Wichtigste ist, dass die Situation korrigiert wurde und dass wir unseren Verbündeten mitgeteilt haben, wie unpassend ein solches Verhalten war und es nicht autorisiert ist.”, sagte der Sprecher der US-Armee im Irak, Steve Warren, per Videoschalte aus dem Irak.

«Spezialkräfte haben eine lange und stolze Geschichte, was das Tragen von solchen Abzeichen angeht, wenn sie mit anderen zusammenarbeiten», so Warren weiter. «Das ist etwas, was sie öfter machen. Aber es ist nicht erlaubt.»

#Syria Another#US-soldier withpatch of kurdish#YPG-forces atnorthern#Raqqa front pic.twitter.com/rz4kgWVNSa

— Mark (@markito0171) May 27, 2016

Für die Türkei ist die Kurdenmiliz YPG eine Terrororganisation wie die türkische PKK (Kurdische Arbeiterpartei).

«Es ist inakzeptabel, dass US-Soldaten das Emblem einer Terrororganisation tragen», sagte der türkische Außenminister Mevlüt
Cavusoglu am Freitag in Antalya. “US-Soldaten sollten auch ISIL, al-Nusra und Al-Qaida-Insignien während ihrer Operationen in anderen Regionen Syriens tragen. Und in Afrika ein Abzeichen von Boko Haram. Das sollten sie tun, wenn sie diese terroristische Gruppen genauso wie die YPG behandeln,” so der türkische Außenminister.

Ein von der Kurdenmiliz YPG geführtes Bündnis hatte am Dienstag eine Offensive gegen die Dschihadisten im Norden der IS-Hochburg Al-Rakka gestartet. Luftangriffe der von den USA geführten Koalition unterstützen sie.
Warren wies die Darstellung zurück, dass die amerikanischen Spezialkräfte an der Frontlinie gegen den IS kämpfen. Sie hielten sich in Gebieten auf, in denen Kontakt mit dem Feind unwahrscheinlich sei.

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