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Sorge um Zivilisten: Regierungstruppen setzen Angriff auf Falludscha aus

Im Kampf um die irakische Islamisten-Hochburg Falludscha haben die Armee und ihre Verbündeten zum Schutz der Zivilisten die Angriffe…

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Sorge um Zivilisten: Regierungstruppen setzen Angriff auf Falludscha aus

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Im Kampf um die irakische Islamisten-Hochburg Falludscha haben die Armee und ihre Verbündeten zum Schutz der Zivilisten die Angriffe ausgesetzt. Das erklärte Ministerpräsident Haider al-Abadi bei einem Truppenbesuch. Die Regierungskräfte waren zuletzt vom heftigen Widerstand der IS-Miliz gebremst worden und verharren auf ihren Positionen im südlichen Vorort Naimiya, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

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Von dort aus soll die Offensive zur Rückeroberung Falludschas fortgesetzt werden, so der Chefkommandant der Operation, Abdul Wahab al-Saidi. Der Vormarsch auf das Zentrum gehe weiter. Die Truppen würden aus Polizisten, Soldaten und Anti-Terror-Einheiten bestehen.

Regierungschef Al-Abadi steht auch wegen der von der IS-Miliz ausgeführten Selbstmordattentate in der nahen Hauptstadt Badgad unter Druck, gegen die Islamisten vorzugehen. Diese halten Falludscha seit 2014 besetzt. Es wird erwartet, dass der Kampf um die Stadt einer der bisher heftigsten gegen den sogenannten Islamischen Staat wird.

Die Sorge um die Zivilisten in Falludscha ist groß. Hilfsorganisationen zufolge sind rund 50 000 Menschen eingekesselt, darunter mindestens 20.000 Kinder. Diese liefen Gefahr, für Kämpfe zwangsrekrutiert oder von ihren Familien getrennt zu werden.