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Kampf um Falludscha: Schiitische Milizen werfen Regierung Verrat vor

In der irakischen Anti-IS-Koalition ist es zu Streit zwischen den Verbündeten gekommen.

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Kampf um Falludscha: Schiitische Milizen werfen Regierung Verrat vor

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In der irakischen Anti-IS-Koalition ist es zu Streit zwischen den Verbündeten gekommen. Die vom Iran unterstützen schiitischen Hadi al-Amri-Milizen werfen der Zentralregierung Verrat vor. Die Regierung hatte eine Brigade aus Falludscha abgezogen und nach Mossul verlegt. Die beiden IS-Hochburgen werden von regierungstreuen Truppen angegriffen. Während die Regierung erklärte, durch die Truppenverlegung werde die Offensive gegen Falludscha nicht beeinträchtigt, sehen die schiitischen Milizen in ihr ein Zeichen für mangelnde Unterstützung bei der Rückeroberung der mehrheitlich von Sunniten bewohnten Stadt am Euphrat.

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"Um zu fasten, braucht man zunächst 'was zum Essen"

Schukria Naim Falludscha-Flüchtling


Vor den Kämpfen konnten zahlreichen Menschen aus der inzwischen umzingelten Stadt fliehen. Sie leben unter schwierigen Bedingungen in Flüchtlingslagern. Der jetzt beginnende Ramadan macht den Flüchtlingen ihr Elend bewusst: “Wer kann dieses Jahr fasten? Um zu fasten, braucht man zunächst ‘was zum Essen! Wir haben nichts. Früher gab uns die Regierung Brot, Bohnen und Linsen. Aber seit vier Monaten haben wir nichts mehr erhalten. Sie haben für uns nur Seife und Waschpulver. Und das ist in dem Wagen dort. Verteilt wurde es nicht” klagt Schukria Naim.

Falludscha liegt rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad. Es ist nach Mossul die wichtigste IS-Hochburg. Die Gotteskrieger kontrollieren Falludscha seit Januar 2014.