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Christo baut eine Riesenpyramide

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Christo baut eine Riesenpyramide

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Christo, der weltbekannte Verhüllungskünstler, erfüllt sich einen lang gehegten Traum: Mastaba, eine Riesenpyramide aus Ölfässern, zu sehen in der Fondation Maeght im südfranzösischen Saint-Paul de Vence.
Das Projekt beschäftigte ihn und seine 2009 verstorbene Frau Jeanne-Claude schon vor über 50 Jahren. 1962 errichteten sie in der Pariser Rue Visconti eine Wand aus Ölfässern als politische Reaktion auf den Bau der Berliner Mauer.

Später sollte eine Mastaba als permanente Skulptur in der Wüste von Abu Dhabi entstehen. Ein teures Riesenprojekt, das bis heute auf Umsetzung wartet. Dafür steht nun eine kleinere Version im Skulpturenpark der Fondation Maeght.

Christo: “Die erste Mastaba war eine Art Skulptur der Emotionen. Diese Mastaba explodiert förmlich im Raum. Die Proportionen sind natürlich von mir geplant. Dieser 60-Grad-Winkel führt wie eine Treppe in den Himmel.”

Die Projekte von Christo waren schon immer spektakulär. Zusammen mit Jeanne-Claude verpackte die Pariser Brücke Pont Neuf, den Berliner Reichstag, elf Inseln vor der Küste von Miami. Die Mastaba, eine der ältesten geometrischen Formen, ist ein ebenso fester Bestandteil seines Werks.

Olivier Kaeppelin, Direktor der Fondation Maeght: “Er gilt als ‘Avantgarde-Künstler’. Seine Projekte von 1967 setzt er heute, mit 81 Jahren, um und hat immer noch dieselbe unglaubliche Fähigkeit, über die Welt nachzudenken und neue Erfahrungen vorzuschlagen.”

Zusätzlich zur Pyramide ist eine Ausstellung zu sehen, die mit Zeichnungen, Skizzen und Skulpturen das Schaffen von Christo und Jeanne-Claude der vergangenen 50 Jahre würdigt. Zu sehen bis zum 27. November in Saint-Paul de Vence.

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