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Frankreich: Polizistenmord bei Paris laut Hollande "unbestreitbar ein Terrorakt"

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Frankreich: Polizistenmord bei Paris laut Hollande "unbestreitbar ein Terrorakt"

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In Frankreich hat die Regierung die Tötung eines Polizisten und seiner Lebensgefährtin als Terrorakt bezeichnet. Die Antiterrorabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen in dem Fall. Der Täter war in Magnanville bei Paris in das Haus des Paares eingedrungen. Zuvor hatte er den Polizisten vor dem Gebäude erstochen. Die Polizei erschoss den Mann, der laut französischen Medien als der 25-jährige französische Staatsbürger Larossi Abballa identifiziert wurde.

Präsident François Hollande rief Innen- und Justizminister sowie Regierungschef Manuel Valls am Morgen zu einer Krisensitzung zusammen. Bei einer anschließenden Erklärung vor Journalisten sprach er von einer Tat, die “unbestreitbar ein Terrorakt ist, weil der Täter, der dank des Eingreifens der Spezialkräfte ausgeschaltet werden konnte, selbst wollte, dass seine Tat als Terrorakt verstanden wird.”

Innenminister Bernard Cazeneuve wollte keine näheren Angaben zu den laufenden Ermittlungen machen. Sie dürften zu weiteren Verhaftungen führen. “Die Regierung ist angesichts der hohen Bedrohungen seit Monaten in höchster Bereitschaft”, so Cazeneuve.

Der Täter hatte sich laut Polizeiquellen während des Einsatzes der Spezialkräfte zur IS-Miliz bekannt. Er war polizeibekannt, wie französische Medien unter Berufung auf Ermittlerquellen berichten. Unter anderem soll er 2013 im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen eine dschihadistische Zelle verurteilt worden sein.

Das dreijährige Kind des getöteten Paares überlebte den Angriff. Der Junge ist laut Innenministerium wohlauf. Es wurde in medizinische Obhut übergeben.

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