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Trauerfeier für Polizistenpaar in Versailles: "Zwei Helden des Alltags"

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Trauerfeier für Polizistenpaar in Versailles: "Zwei Helden des Alltags"

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Der französische Staatspräsident François Hollande und Ministerpräsident Manuel Valls haben in Versailles bei Paris an einer Trauerfeier für das von einem Islamisten ermordete Polizistenpaar teilgenommen. Hollande kündigte dabei Schritte an, um die Anonymität von Polizisten besser zu schützen. Außerdem sollen Beamte auch nach Ende des herrschenden Ausnahmezustandes ihre Dienstwaffe privat tragen können. Den jüngsten Terroranschlag in Frankreich bezeichnete Hollande als einen “Angriff auf die Republik”:

“Zwei Helden des Alltags, ein Mann und eine Frau, die ihre Leben geteilt haben, die ein Zuhause erbaut haben, und die ihren drei Jahre alten Sohn Matthieu mit Liebe erzogen haben. Für uns ist es unerträglich, daran zu denken, dass diese vielversprechenden Existenzen brutal zerstört wurden. Sie sind Opfer eines von Hass zerfressenen Terroristen geworden.”

Während der Zeremonie verweigerte ein Polizist Hollande und Valls den Handschlag. Ein französischer TV-Sender berichtete, der Mann habe damit gegen die mangelhafte Ausstattung und andere Probleme der französischen Polizei protestieren wollen.

Am Montag hatte ein 25-jähriger Franzose das Polizistenpaar in Magnanville westlich von Paris getötet. Das Kind des Paares blieb unverletzt, Spezialeinsatzkräfte erschossen den Angreifer.

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