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Falludscha weitgehend unter Kontrolle, angeblich 2.500 IS Kämpfer tot

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Falludscha weitgehend unter Kontrolle, angeblich 2.500 IS Kämpfer tot

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Die irakischen Regierungstruppen haben sich am Wochenende auf die Suche nach den letzten in Falludscha verschanzten Kämpfern der so genannten Dschihadistenmiliz Islamischer Staat gemacht. Laut Generalleutnant Abdul Wahab Alsaidi rückten Eliteeinheiten vor, um die westlichen Viertel zu säubern. Dabei müsse besonders auf Sprengfallen und Bomben geachtet werden. Laut irakischen Sicherheitsverantwortlichen gelang es offenbar vielen IS-Kämpfern, sich unter die flüchtende Zivilbevölkerung zu mischen und aus der Stadt zu entkommen, trotzdem sollen nach irakischen Angaben rund 2.500 IS Kämpfer getötet worden sein.

Die Kämpfe in Falludscha zwischen der irakischen Armee und dem IS treiben Zehntausende in die Flucht. Helfer warnen, 60.000 Menschen hätten nur noch Nahrung und Wasser für wenige Tage. Die Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC) erklärte, allein in den vergangenen drei Tagen seien laut Schätzungen rund 30.000 Menschen aus der umkämpften Stadt geflohen.

Die irakische Armee startete Ende Mai eine groß angelegte Offensive, um die Stadt zurückzuerobern. Die Stadt in der Provinz Al-Anbar rund 70 Kilometer westlich von Bagdad galt neben Mossul als Hochburg der Dschihadisten, sie war im Januar 2014 an die sunnitischen Extremisten gefallen. Falludscha liegt an einer wichtigen Verbindungsroute unter anderem nach Syrien und ist deshalb von strategischer Bedeutung. Nach der Rückeroberung von Falludscha ist Mossul die letzte große IS-Bastion im Irak. Die Truppenoffensive auf die Großstadt ist in vollem Gange. Regierungschef Al-Abadi hat schon mehrfach versprochen, die IS-Extremisten “bald” auch aus Mossul zu vertreiben.

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