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Nach Entrüstung über "weiße" Oscar-Verleihung: Academy sucht mehr ethnische Mitglieder

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Nach Entrüstung über "weiße" Oscar-Verleihung: Academy sucht mehr ethnische Mitglieder

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Die letzte Oscar-Verleihung Ende Februar wurde von einer heftigen Debatte über fehlende ethnische Vielfalt bei den Nominierten und Preisträgern überschattet – jetzt reagiert die Academy. Sie will die Jury erweitern und mehr Frauen und Angehörige von Minderheiten mitentscheiden lassen.

Bei der Verleihung in diesem Jahr waren unter den nominierten Schauspielern nur Weiße – keine Schwarzen, keine Latinos, niemand mit asiatischen Wurzeln. Und das im zweiten Jahr in Folge. Schon im Januar hatten mehrere Stars unter dem Twitter-Hashtag #OscarsSoWhite zum Boykott des bekanntesten Filmpreises der Welt aufgerufen.

Um gegenzusteuern hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences jetzt 683 neue Persönlichkeiten aus dem Filmgeschäft eingeladen, Mitglieder zu werden. Darunter sind die Schauspieler Idris Elba, America Ferrera, Oscar Isaac, John Boyega und Eva Mendes. Die Eingeladenen haben Wurzeln in 59 Ländern, jeweils über 40 Prozent sind Frauen und nicht “kaukasisch”. Die Reaktionen sind positiv.

Aber auch wenn sie alle ihre Einladung annehmen, wird die Jury nach amerikanischen Maßstäben noch nicht wirklich ausgewogen sein: Unter den fast 7800 Mitgliedern des Vereins würde der Anteil der Frauen dann lediglich von 25 auf 27 und der Anteil von Nicht-Weißen von acht auf elf Prozent steigen. Bis 2020 will die Academy die Anteile von Frauen und Nicht-Weißen jeweils verdoppelt haben.

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