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Luftfahrtmesse Farnborough - mühsam ernährt sich das Flughörnchen

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Luftfahrtmesse Farnborough - mühsam ernährt sich das Flughörnchen

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Etwas mühsam sammeln die Flugzeugbauer Boeing und Airbus auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough Aufträge ein. Als eine seiner letzten Amtshandlungen als britischer Premierminister kündigte David Cameron einen Einkauf bei Boeing an – neun neue Marine Patrouillenflugzeuge für 3,5 Milliarden Euro. Boeing werde im Rahmen des Deals 117 Millionen Euro am Militärflugplatz der Royal Air Force in Lossiemouth in Schottland investieren.

Das Geschäftspotenzial Chinas und die guten Chancen für kleinere Maschinen konnte Boeing mit aktuellen Bestellzahlen untermauern. So orderten die chinesischen Gesellschaften Donghai und Xiamen Dutzende Maschinen für insgesamt mehr als 6,7 Milliarden Euro nach Listenpreisen. Donghai unterzeichnete einen Vorvertrag im Volumen von über 3,6 Milliarden Euro für 25 Boeing 737 sowie fünf 787. Xiamen bestellt bis zu 30 737 für 3 Milliarden Euro.

Airbus punktete zivil: Der britische Milliardär Richard Branson bestellte mit seiner Fluggesellschaft Virgin Atlantic 12 A 350-1000, ein Geschäft im Wert von 3,98 Milliarden Euro Listenpreis, um mit den Maschinen deutlich größere Boeing-Jumbos zu ersetzen. Zittern muss Airbus weiter um Virgins Auftrag über sechs Exemplare des Riesenjets A380.

Craig Kreeger, Vorstandschef Virgin Atlantic:

“Es liegt auf der Hand, dass wir ein schwaches Pfund nicht mögen. In Erwartung eines möglichen “Brexit” haben wir uns absichert gegen kurzfristige Sterlin-Bewegungen. Aber am Ende könnte eine veränderte Nachfrage nach Reisen sicherlich eine Herausforderung werden.”

Im ersten Halbjahr hat Airbus bislang lediglich Bestellungen für 183 Verkehrsflugzeuge eingesammelt, Boeing kam bis Anfang Juli auf 288 georderte Maschinen – weit weniger als der Hälfte der
geplanten Jahresproduktion der Hersteller.

Das Match der Prognosen Airbus -Boeing
Bedarf der Fluggesellschaften in 20 Jahren

Dennoch rechnet das Management in den nächsten 20 Jahren mit einem Boom in der Flugzeugnachfrage. Weil sich immer mehr Menschen Flugreisen leisten können, dürfte sich die Zahl der Passagier- und Frachtjets bis zum Jahr 2035 weltweit verdoppeln,
sagte Boeing-Marketingmanager Randy Tinseth.

Einige Analysten sind allerdings skeptisch und glauben, dass auf die jüngsten Rekordbestellungen bei Boeing und Airbus nun eine Phase der Kaufzurückhaltung folgen könnte. Zudem deuteten niedrige Ölpreise darauf hin, dass die Fluggesellschaften ihre älteren Maschinen mit einem höheren Kerosinverbrauch länger als bisher im Dienst lassen würden.

su mit Reuters, dpa

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