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Schuldbekenntnis im Prozess um Tod von Total-Chef

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Schuldbekenntnis im Prozess um Tod von Total-Chef

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Im Prozess wegen des Todes von Total-Chef Christophe de Margerie in Moskau haben die beiden Angeklagten sich schuldig bekannt. De Margerie war im Oktober 2014 bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo hatte ein Schneepflug den Jet des Firmenchefs während des Starts gerammt. Dabei starben außerdem zwei Piloten und eine Flugbegleiterin.

Angeklagt sind der Fahrer des Schneepflugs und der an dem Abend für die Sicherheit zuständige Ingenieur. Ihnen wird vorgeworfen, Sicherheitsregeln nicht beachtet zu haben. Beiden drohen bis zu sieben Jahre Haft. Nach seiner Festnahme im Oktober 2014 hatte der Fahrer des Schneepflugs noch jede Schuld von sich gewiesen. Er sei nicht, wie behauptet wurde, betrunken gewesen, sondern habe lediglich die Anweisungen der Flugsicherung befolgt.

Um den Tod von Christophe de Margerie hatten sich in Moskau rasch Verschwörungstheorien verbreitet. Es hieß, er sei einem Mordkomplott des Westens zum Opfer gefallen, weil er sich für Russlands Positionen stark gemacht und die Sanktionen gegen das Land abgelehnt hatte. “Russland ist unser Partner, und wir sollten keine Zeit damit verschwenden, uns vor einem Nachbarn zu schützen”, hatte er noch im Juli der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Europa könne nicht ohne Russlands Gas leben, und dazu gebe es auch keinen Grund.

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