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Soldatenballett

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Soldatenballett

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Einmal pro Woche tauschen Soldaten aus Südkorea auf dem Stützpunkt in Paju ihre Stiefel gegen Ballettschuhe ein. Das Tanztraining soll ihnen ein bisschen Ablenkung von ihrer eigentlichen Aufgabe bringen: der Bewachung der Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Eine Ballerina vom koreanischen Nationalballett gibt den Unterricht.

“Wir sind hier oft sehr angespannt, seit wir in der Einheit direkt an der Front leben. Manchmal fühle ich mich sehr unsicher. Durch das Ballett bin ich in der Lage, ruhig und entspannt zu bleiben. Außerdem entstehen so Freundschaften unter den Kameraden. Ich denke, ich werde auch nach meinem Militärdienst dabeibleiben”, erzählt Sergeant Kim Joo-hyeok.

Das Programm läuft seit dem vergangenen Jahr. Die Soldaten haben bereits Schwanensee aufgeführt. Ein weiteres Stück ist für das Jahresende geplant.

“Das Leben als Soldat ist hart. Ich wusste nicht, ob ich wirklich helfen kann. Aber jetzt bin ich froh, hier zu sein. Es freut mich, sie Lächeln zu sehen und zu beobachten, wie sie das Ballett genießen und Stück für Stück besser werden”, so die Ballerina.

Offiziere halten das Anti-Stress-Programm für eine gute Idee. Und das Tanzen verbessere die Fitness der Soldaten, so der Kommandant: “Für Ballett braucht man viel Kraft und Beweglichkeit. Zudem verbessert es die Körperhaltung und -spannung. Und der Ballettunterricht hilft uns, die Grenze besser zu bewachen.”

Korea wurde 1953 in Nord und Süd geteilt. Bis heute besteht ein Konflikt um die Grenze des sogenannten 38. Breitengrades.

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