Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Spielerisches Lernen soll Kinder auf erfolgreiche Zukunft vorbereiten

learning world

Spielerisches Lernen soll Kinder auf erfolgreiche Zukunft vorbereiten

Mit Unterstützung von

Wie wichtig ist es, in der frühen Kindheit viel zu spielen? Was sind die Auswirkungen auf die künftigen Leistungen? Experten zufolge hat die Früherziehung einen positiven Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Kinder. Aber das heißt nicht, dass es dabei immer ernst zugehen muss. Wie können Spiele für den Lernprozess eingesetzt werden? Antworten dazu in unseren beiden Beiträgen aus China und den USA.

Spielen ist ein fester Bestandteil der Kindheit. Viele Wissenschaftler glauben, dass das Spielen während der frühen Kindheit dabei helfen kann, kognitiven Fähigkeiten zu entwickeln und damit ein Grundgerüst für das lebenslange Lernen zu schaffen. In unserem ersten Beitrag sind wir nach China gereist. Dort haben die traditionellen Lehrmethoden das Schulleben langer Zeit bestimmt. Aber wir treffen eine Frau, die einen völlig neuen Ansatz entwickelt hat. Dieser rückt das Spielen ins Zentrum der kindlichen Früherziehung. Insgesamt 14.000 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren lernen spielerisch ihre Umgebung und Mitmenschen kennen. Sie dürfen Dinge machen, die andere Vorschulen nicht erlauben würden, wie zum Beispiel Autos anzumalen.

Das Konzept “Echtes Spielen” wurde von Cheng Xueqin vor 15 Jahren entworfen. Heute beteiligen sich an dem Projekt rund 130 öffentliche Kindergärten in der Region Anji. Die Vorschule setzt auf Autonomie. Die Kinder teilen auch selbst das Mittagessen aus. Dann machen sie sich für den Mittagsschlaf fertig. Leise Musik soll ihnen dabei helfen, sich zu entspannen. In nur zehn Minuten wird es leise sein – in einer Schule mit über 500 Kindern. Das Konzept stößt auch in anderen Städten Chinas und sogar in den USA auf reges Interesse. Laut der Organisation soll die Methode bald zum Alltag in Chinas nationalen Kindergärten gehören.

http://www.anjiplay.com/home/#anjiplay

Shakespeare und Schach für Vierjährige

Kann man sein Kind auf ein Studium bereits in sehr jungem Alter vorbereiten? Macht es Sinn, einem Vierjährigen Shakespeare und Schach beizubringen? Wenn das für sie seltsam klingt, dann werden sie von unserem nächsten Beitrag über eine ganz besondere Schule in den USA überrascht sein.

In der Goddard Schule verfolgt jedes Spiel ein bestimmtes Bildungsziel. Heute steht auf dem Unterrichtsplan: Marionettentheater. Die Kinder im Alter von drei und vier Jahren entdecken gerade Shakespeare und sein berühmtes Werk “Romeo und Julia”. In den USA kommen die Schüler eigentlich erst mit 14 Jahren in Berührung mit Shakespeare. Doch die Kinder sollen schon in frühem Alter an die Klassiker herangeführt werden. Die gleiche Technik funktioniert auch beim Schach. In New York wurde Tyler Schwartz mit seiner Organisation “Chess at 3” bekannt. Er unterrichtet häufig an der Goddard School.
Er verspricht den Eltern, dass seine Technik die Fähigkeiten in Mathematik und logischem Denken steigern werden. Der Unterricht hat aber seinen Preis. In der Goddard School müssen die Eltern mehr als 17.000 Euro jährlich für den Elite-Unterricht hinblättern, doppelt so viel wie in einer staatlichen Schule.

http://www.goddardschool.com/nj-ny/manhattan-upper-west-side-ny

Nächster Artikel