Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Sziget-Festival: Musik, ein bisschen Politik und viel Spaß

welt

Sziget-Festival: Musik, ein bisschen Politik und viel Spaß

Werbung

Multi-Kulti und Weltoffenheit – Dafür steht das Sziget-Festival in Budapest. Auf der “Insel der Freiheit” werden rund 400.000 Besucher erwartet. Aber nicht nur Spaß steht auf dem Programm: Schwerpunkt der 24. Ausgabe sind die Themen Flüchtlinge und Migration. Das Ethnographische Museum Budapest zeigt zusammen mit dem Museum für Migration in Paris die Ausstellung “lost objects” – also von Flüchtlingen hinterlassene Gegenstände:

“Die Ausstellung zeigt die Gegenstände, die nach der großen Flüchtlingswelle vergangenes Jahr an der serbisch-ungarischen Grenze gefunden wurden. Man kann Objekte anschauen, die vielleicht während der Migration, der Flucht oder einer Wanderung wichtig sein können, persönliche oder weniger persönliche Sachen, Gegenstände, die man mitnehmen muss, und solche, die man zurücklassen kann, wenn man eine Grenze überschreitet”, so Hanna Foster vom Ethnographischen Museum.

Im Zelt “Helfen ohne Grenzen” von Amnesty International können Besucher zudem kleine Nachrichten auf Zettelchen schreiben. Will man sein Zelt spenden, lässt man den Sticker am eigenen Zelt. Das kommt dann Flüchtlingen zugute. Die Organisatoren rechnen mit mehreren Tausend Zelten.

“Es ist wichtig, die Besucher – die Bürger der Insel der Freiheit – dafür zu sensibilisieren, dass es Menschen auf der Welt gibt, für die im Zelt wohnen keine vorübergehende Situation ist, nicht nur für ein paar Tage, die wieder Sicherheit haben und ein würdiges Leben führen wollen”, so Orsolya Jeney von Amnesty International Ungarn.

Euronews-Reporterin Andrea Hajagos: “Nicht nur diese ernste Anlässe, sondern auch leichtere Themen sind Teil des Sziget-Programms. Auch hier gibt es Leute, die die Übertragung der Olympischen Spiele nicht verpassen wollen.

Im Olympischen Zelt treffen sich die Menschen, um “ihre” Sportler anzufeuern oder mitzufiebern.

“Es ist cool, dass es dieses Zelt hier gibt, wenn dem nicht so wäre, wäre ich auf jeden Fall irgendwohin gegangen, um Olympia zu schauen, denn es interessiert mich sehr”, meinte diese Besucherin.

2011 und 2014 wurde das Festival als bestes in Europa ausgezeichnet. Viele Ungarn können sich die hohen Ticketpreise aber leider nicht mehr leisten.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Automatische Übersetzung

Nächster Artikel