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Einigung in Rio: US-Schwimmer darf Brasilien gegen Zahlung verlassen

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Einigung in Rio: US-Schwimmer darf Brasilien gegen Zahlung verlassen

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Der erfundene Raubüberfall in Rio de Janeiro kommt US-Schwimmer Jimmy Feigen teuer zu stehen. Zur Wiedergutmachung wird er umgerechnet rund 10.500 Euro an eine brasilianische Hilfsorganisation zahlen. Das hat sein Anwalt nach einem Treffen mit den brasilianischen Behörden mitgeteilt.

“Das brasilianische Recht gibt uns in weniger schweren Fällen die Möglichkeit einer Einigung mit den Strafverfolgungsbehörden. Nach langen Beratungen wurde diese Überenkunft nun erzielt. Er wird Geld an eine Institution zahlen und damit ist der Fall dann erledigt”, so Anwalt Breno Melaragno.

Die ebenfalls in den Vorfall verwickelten Sportler Gunnar Bentz und Jack Conger hatten Rio am Freitag mit Ziel Miami verlassen können, nachdem sie von den brasilianischen Behörden befragt worden waren.

US-Schwimmstar Ryan Lochte hatte behauptet, er und seine Teamkollegen seien überfallen worden. Später gaben sie zu, den Überfall erfunden zu haben. Videoaufnahmen von einer Tankstelle legten vielmehr den Schluss nahe, dass ein Schwimmer in einer Toilette randaliert hatte. Ein anderes Überwachungsvideo zeigt, wie die vier Schwimmer das Olympische Dorf nach dem angeblichen Raubüberfall völlig unbeschadet erreichten.

Das amerikanische Olympische Komitee hat sich bei den Olympia-Gastgebern für den Vorfall entschuldigt. Das Verhalten der Schwimmer sei “weder akzeptabel, noch repräsentiere es die Werte des Teams USA”, hieß es in einem Statement. Der US-Schwimmverband denkt jetzt über Strafen für die Beteiligten nach, so hieß es.

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