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Syrien: Türkische Armee weitet Angriffe gegen syrische Kurden aus

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Syrien: Türkische Armee weitet Angriffe gegen syrische Kurden aus

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Die türkischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 61 Artillerieangriffe gegen kurdische Milizen in Syrien durchgeführt.

In der Region rücken von Ankara unterstützte Rebellen gegen das von der Kurdenmiliz YPG angeführte Militärbündnis Demokratische Kräfte Syriens (SDF) vor, das wiederum von den USA unterstützt wird. Die Türkei betrachtet sowohl die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK als auch deren syrischen Ableger YPG als Terrororganisation.

Der US-Sonderbeauftragte für die Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat, Brett McGurk, kritisierte das türkische Vorgehen. Die Angriffe in Regionen außerhalb des Herrschaftsbereichs der Miliz Islamischer Staat seien nicht akzeptabel und ein Grund für tiefe Besorgnis.

Ankara will die Offensive erst beenden, wenn die Kurden sich in Syrien Richtung Osten hinter den Fluss Euphrat zurückziehen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu warf der YPG die Vertreibung von Menschen vor:

“Die Menschen, die zum Verlassen von Gebieten gezwungen wurden, sollten sich wieder in Regionen wie Dscharablus ansiedeln. Das ist aber nicht das Ziel der YPG. Die YPG ist an ethnischen Säuberungen interessiert. Das betrifft auch anders als die YPG denkende Kurden, die vertrieben werden.”

Die Türkei will verhindern, dass die Kurden das Gebiet unter ihrer Kontrolle entlang der türkischen Grenze weiter ausdehnen. Ankara befürchtet Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden im eigenen Land. Auch die USA haben ihren bisherigen Schützling YPG ultimativ zum Rückzug hinter den Euphrat aufgerufen.

Die Türkei und ihre syrischen Verbündeten hatten die Offensive in der vergangenen Woche begonnen und zunächst Dscharablus von der IS-Miliz eingenommen. Danach rückten sie gegen Kräfte vor, die mit SDF verbündet sind.

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