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Syrien: Türkische Armee weitet Angriffe gegen syrische Kurden aus

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Von Euronews
Syrien: Türkische Armee weitet Angriffe gegen syrische Kurden aus

<p>Die türkischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 61 Artillerieangriffe gegen kurdische Milizen in Syrien durchgeführt.</p> <p>In der Region rücken von Ankara unterstützte Rebellen gegen das von der Kurdenmiliz <span class="caps">YPG</span> angeführte Militärbündnis Demokratische Kräfte Syriens (<span class="caps">SDF</span>) vor, das wiederum von den <span class="caps">USA</span> unterstützt wird. Die Türkei betrachtet sowohl die verbotene kurdische Arbeiterpartei <span class="caps">PKK</span> als auch deren syrischen Ableger <span class="caps">YPG</span> als Terrororganisation.</p> <p>Der US-Sonderbeauftragte für die Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat, Brett McGurk, kritisierte das türkische Vorgehen. Die Angriffe in Regionen außerhalb des Herrschaftsbereichs der Miliz Islamischer Staat seien nicht akzeptabel und ein Grund für tiefe Besorgnis.</p> <blockquote class="twitter-tweet" data-lang="fr"><p lang="en" dir="ltr"><span class="caps">DOD</span>: We want to make clear that we find these clashes — in areas where <a href="https://twitter.com/hashtag/ISIL?src=hash">#ISIL</a> is not located — unacceptable and a source of deep concern.</p>— Brett McGurk (@brett_mcgurk) <a href="https://twitter.com/brett_mcgurk/status/770185546756919296">29 août 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> <p>Ankara will <a href="http://de.euronews.com/2016/08/29/kaempfe-in-nordsyrien-verstaerkte-truppenbewegungen-im-raum-manbidsch">die Offensive</a> erst beenden, wenn die Kurden sich in Syrien Richtung Osten hinter den Fluss Euphrat zurückziehen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu warf der <span class="caps">YPG</span> die Vertreibung von Menschen vor:</p> <p><em>“Die Menschen, die zum Verlassen von Gebieten gezwungen wurden, sollten sich wieder in Regionen wie Dscharablus ansiedeln. Das ist aber nicht das Ziel der <span class="caps">YPG</span>. Die <span class="caps">YPG</span> ist an ethnischen Säuberungen interessiert. Das betrifft auch anders als die <span class="caps">YPG</span> denkende Kurden, die vertrieben werden.”</em></p> <p>Die Türkei will verhindern, dass die Kurden das Gebiet unter ihrer Kontrolle entlang der türkischen Grenze weiter ausdehnen. Ankara befürchtet Auswirkungen auf die Autonomiebestrebungen der Kurden im eigenen Land. Auch die <span class="caps">USA</span> haben ihren bisherigen Schützling <span class="caps">YPG</span> ultimativ zum Rückzug hinter den Euphrat aufgerufen.</p> <p>Die Türkei und ihre syrischen Verbündeten hatten die Offensive in der vergangenen Woche begonnen und zunächst Dscharablus von der IS-Miliz eingenommen. Danach rückten sie gegen Kräfte vor, die mit <span class="caps">SDF</span> verbündet sind.</p>